11.-14. Spieltag

Herzlich willkommen zu den Freitagsarbeiter von Fortuna Düsseldorf! Dank der planerischen Kompetenz der DFL findet diese Zusammenfassung über die Spiele im November 2010 tatsächlich nur freitags statt. Ich bin schon so verwirrt, dass ich gar nicht mehr weiß, was ich früher mal an einem Samstag gemacht habe. Aber ich bin sicher, es wird mir wieder einfallen. Bis dies der Fall ist, hier der aktuelle Bericht: über Standards, Regen, Schnee, Standards, Zu-Null-Spiele, Wiederholungen, Standards, Gelbe Karten, Rote Karten und eine Verschwörung, die nicht widerlegt werden kann – und das alles natürlich: freitags.

Der Standard an sich

Am 05.11.2010 stand eine etwas weitere Auswärtsreise an, Fortuna musste zum Aufsteiger Erzgebirge Aue, der einen noch einen besseren Lauf hatte als Fortuna im Vorjahr und vor der Partie auf Tabellenplatz 2 rangierte. Vom Papier her also eine nahezu identische Aufgabe zur Vorwoche, Duisburg stand ja vor dem Spiel gegen uns ebenfalls auf Platz 2.

Fortuna zeigte die beste Auswärtsleistung der Saison, hatte den Gegner eigentlich jederzeit im Griff, hatte gute Chancen und zeigte sich in der Abwehr eigentlich recht sattelfest. Somit fast das Gegenteil der Partie gegen Duisburg, als man zwar kämpferisch zu überzeugen wusste, sich aber spielerisch einen abbrach und 1:0 gewann, weil der Gegner tatsächlich noch schlechter war. Das war ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Der natürlich verloren wurde. 1:0 für Aue nach – der Leser wird es erahnen – Ecke-Kopfball-Tor.

Noch bitterer: nicht nur wurden mal wieder die eigenen Chancen nicht genutzt, nicht nur bekam man mal wieder einen Standard reingewürgt, nein, diesmal auch noch in der 85. Minute, und nicht, wie sonst üblich, direkt nach der Pause. Mit der Leistung von Aue hätte man auf einen frühen Rückstand diesmal nämlich vielleicht sogar noch reagieren können. Aber dafür kam jetzt das Gegentor zu spät. Zum Kotzen. Mit Verlaub, die Mannschaft macht sich langsam lächerlich. Das Billigste vom Billigen ist grad gut genug für uns – immer wieder Gegentore nach Ecken oder Freistößen. Die Partie in Aue war das zwölfte Pflichtspiel der Saison, elfmal Liga, einmal DFB-Pokal. Es war der zehnte Gegentreffer nach einer Standardsituation. Soviel hab ich mit meiner Mannschaft noch nicht einmal in der E-Jugend rein bekommen. Die Auer wussten gar nicht, wie ihnen geschah und wirkten etwas erstaunt, als Hänsel nach dem Eckball die Rübe hinhielt, und der Ball natürlich wieder im Tor landete. Die hatten sich schon mit dem 0:0 abgefunden und hätten dies wohl auch als Punktgewinn gefeiert, wie die leicht desorientierte Aussage ihres Trainers Rico Schmitt nach Spielende belegt: „Ich freue mich über den Erfolg, hätte aber genauso viel Freude auch bei einem 0:0 oder sogar bei der durchaus möglichen Niederlage gegen die Fortuna gezeigt.“ Ja hurra. Fortuna-Trainer Meier hingegen zeigte seine Freude dergestalt, dass er die gesamte Truppe nach der Rückkehr nach Düsseldorf um 4.30 Uhr morgens noch zum Auslaufen bat. Vielleicht geschah dies auch aus praktischen Erwägungen seinem eigenen Lebenslauf gegenüber: Wenn sich die Mannschaft weiterhin dermaßen dämlich anstellt, kann er demnächst um dieselbe Uhrzeit joggen gehen, weil er danach nämlich den Rest des Tages frei haben wird. Die Geduld ist langsam erschöpft. Auch die der Anderen: Fortuna stand nach dem Spiel auf Platz 15, alle drei Clubs, die in der Tabelle unter uns platziert waren, wechselten in den Tagen vor oder nach dem Spieltag ihre Trainer, drei ehemalige Bundesliga-Profis mussten ihren Hut nehmen: in Karlsruhe Markus Schupp, in Bielefeld Christian Ziege, in Ingolstadt Michael Wiesinger. Nachfolger, in dieser Reihenfolge: Markus Kauczinski (Interimstrainer), Ewald Lienen (noch gut gebräunt von seinem Kurzurlaub in Griechenland) und Benno Möhlmann (wollte eigentlich zum 18. Mal nach Fürth zurück, aber dort besteht aktuell kein Bedarf). Also, bei den Teams, die derzeit so richtig in der Scheiße stecken, ist Meier schon der letzte Mohikaner. Wenn die anderen getreu des Mottos „Neue Besen kehren gut“ jetzt auch noch anfangen zu punkten, während sich seine Jungs weiter einen Standard nach dem anderen reinhauen lassen, dann wird es nicht mehr allzu lange dauern, bis er selbst Geschichte ist. Und dann wird er einen Meilenstein auf dem Weg zur Entlassung, nämlich das Spiel in Aue, wohl auch als albernste Niederlage der Saison einordnen. Zu Recht. Man kann natürlich auch ein gewisses Pech nicht verleugnen: in der ersten Halbzeit lenkte der Auer Schlitte einen Schuss von Beister an die Latte, es wäre der dritte Treffer unseres neuen Stürmers E.T. – Eigen Tor – gewesen. Noch kurz vor dem Siegtreffer der Gastgeber traf der eingewechselte Costa mit einem Kopfball ebenfalls nur die Latte. Ja, das mag wirklich Pech sein, der Rest der Partie war es aber nicht. Die hätte man eindeutig für sich entscheiden können, allermindestens hätte man einen Punkt mitnehmen müssen. Da es aber nach wie vor im deutschen Fußball diese Standardsituationen gibt, wurde wieder mal verloren. Nicht nur langweilig, sondern mittlerweile auch peinlich. Aber eben auch eine Form von Standard.

Ex-Fortunen machen (ausnahmsweise) froh

Am Freitag, den 12.11.2010, erschien Rot-Weiß Oberhausen zum sportlichen Kräftemessen in der esprit-Arena. Irgendein findiger Pressekopf hatte zuvor herausgefunden, dass die seit 1962 nicht mehr in der Landeshauptstadt gewonnen hatten. Das war mal wieder eine schöne „Klingt toll“-Statistik ohne sachlichen Nährwert. Natürlich hat RWO in Düsseldorf zuletzt am 17.03.1962 mit 3:2 gewonnen, damals hieß das übrigens noch „Oberliga West“. Anschließend tatsächlich „nie“ mehr. Leider waren dieses „nie“ ganze 11 (Heim-)Spiele in 48 Jahren, im Durchschnitt also alle vier Jahre mal eins. Daraus eine „Serie“ zu konstruieren, ist natürlich abenteuerlich, auch wenn die blanken Zahlen genau dies suggerieren. Aber es liest sich halt so hübsch. Und es wird sich weiter hübsch lesen, denn an jenem Freitag putzte Fortuna den Gegner 3:0.

Bei natürlich wieder strömendem Regen – scheint langsam wirklich ein lieb zu gewinnendes Ambiente fortunistischer Heimspiele zu werden – lieferten sich beide Teams in der ersten Hälfte ein ausgeglichen schwaches Spiel, welche von RWO-Trainer Hans-Günter Bruns nach der Partie als „fast schon beste Halbzeit meiner Mannschaft in dieser Saison“ bezeichnet wurde. Aber der war sowieso auf der völlig falschen Veranstaltung, wie wir noch sehen werden.

Also, die erste Halbzeit vergessen wir mal schnell, obwohl es hüben wie drüben durchaus Chancen gab. Die beste hatte der Oberhausener Heinrich Schmidtgal, der nach einer flotten Kombination plötzlich völlig frei am Sechzehner angespielt wurde, sich dann allerdings die Kugel noch auf links legte, weil er mit einem Schlenzer unbedingt das Tor des Monats erzielen wollte. Geschlenzt wurde, das Tor wurde allerdings verfehlt. Aber auch wir hatten die Führung vor Augen: nach einer Ecke von links hatte ganz RWO unseren Abwehrchef Jens Langeneke am langen Pfosten übersehen, dessen Direktabnahme mit der Innenseite RWO-Keeper Sören Pirson aber sehr gut parieren konnte. Dann hatte Sascha Rösler noch Pech, als er bei einer Hereingabe von der rechten Seite um Millimeter am Ball vorbei grätschte; wenig später kam Thomas Bröker bei einer nahezu identischen Situation, nur diesmal von links, quasi gleichzeitig mit Pirson an den Ball, der Torwart entschied das Duell für sich und konnte somit abwehren. Ansonsten gab es wieder ein lustiges Fehlpass-Festival sowie die nicht neue Erkenntnis, dass auch Profi-Fußballer mal mit dem Schuhwerk falsch liegen können, auf dem glitschigen Rasen war auf beiden Seiten die eine oder andere haltungstechnische Primaballerina unterwegs. Wichtig vielleicht noch die absolut berechtigte Gelbe Karte für Ex-Fortune Marinko Miletic nach einem üblen Einsatz mit der Fußsohle voran, sowie die absolut berechtigte Gelbe Karte für Fortuna-Kapitän Andreas Lambertz, weil der seinen Mund nicht halten konnte. Bei Miletic wichtig für die zweite Halbzeit, bei Lambertz nur, weil es die einzige Szene im ersten Abschnitt war, die er konsequent zu Ende brachte. Was er darüber hinaus an fußballerischen Künsten so auf den Rasen zauberte, war nicht dazu angetan, erinnerungswürdig zu sein. Also ein zwar recht temporeiches, aber doch irgendwie schluffiges Spiel, 0:0 zur Pause.

Zum Glück kamen die 20.100 Zuschauer zu Beginn der zweiten Hälfte recht zügig in den Genuss der spielentscheidenden Szene. Nachdem mal wieder ein wenig brotlose Kunst fabriziert worden war, hatte Oberhausens Miletic die Kugel am eigenen Sechzehner eigentlich unter Kontrolle. Als er damit noch einen, zwei Schritte nach vorn wagen wollte, wurde er von Bröker gestört, diesem wiederum fuhr ein selbsternannter „Malocher“ in die Parade, dann stocherte noch ein weiterer Fortune am Ball herum, kurz: es gab mal wieder ein Feuerwerk an spielerischen Fähigkeiten zu bestaunen, da rollte die Kugel etwa 22 Meter vor dem Tor auf den Fuß von Oliver Fink. Der machte noch einen Schritt nach vorne und dachte sich dann wohl: wenn schon niemand frei steht, hau ich den Ball einfach ins Tor, ist am besten für alle Beteiligten. Gesagt, getan, ein strammer Schuss aus der Distanz, halbrechte Position zum Tor, der Ball rutschte noch leicht über den Außenrist, Pirson segelte vergeblich, und die Pille schlug halbhoch im rechten Eck ein – 1:0 für Fortuna in der 48. Minute. Ein in der Vorbereitung wirklich „erkämpftes“ oder „erarbeitetes“ Tor – so sagt man ja gerne aufgrund etwas unglücklichen Anblicks, wenn vier oder mehr Spieler auf engstem Raum um einen Ball streiten, weil einem bei diesem Anblick doch meist die eigenen dilettantischen Bemühungen in der F-Jugend einfallen, frei nach dem Motto: alle Mann dahin, wo der Ball ist. „Erkämpft“ klingt da gleich viel besser. Endlich mal vernünftiges Forechecking, von Erfolg gekrönt durch einen kühnen Sonntagsschuss.

In der Folgezeit spielte Fortuna wie befreit auf, hatte jedoch noch eine kritische Situation zu überstehen, als nach einer Flanke von links hinter den langen Pfosten Linksverteidiger van den Bergh den Ball erst falsch berechnete und dadurch verfehlte, sich dann noch von Gegenspieler Petersch auf dem Bierdeckel austanzen ließ. Der zog aus kurzer Distanz ab, zwar spitzer Winkel, aber gut auf den kurzen Pfosten gezirkelt. Zum Glück konnte Melka mit ebenso guter, schneller Reaktion parieren.

Anschließend entschied Oberhausen das Spiel. Zunächst Ex-Fortune Fabian Hergesell. Bei einem Kopfballduell im Mittelfeld mit Sascha Rösler fuhr er mal kurz den Ellenbogen aus und verpasste unserem Stinkstiefel eine Kopfnuss. Es gab (dunkel-)gelb für Hergesell, die fünfte Gelbe für den blitzschnell angereisten Langeneke, der irgendwas zu meckern hatte, sowie anschließend einen Turban für Rösler. Da dieser nach seiner Behandlung aber plötzlich reichlich flott weiterspielte, kam ich auf die Idee, anzuregen, dem zukünftig vor und nicht während eines Spiels eins auf die Nuss zu geben, wenn er dann derart weiterspielen würde. Freiwillige fänden sich sicherlich genug. Und wie fix der auf den Beinen war, stellte sein Gegenspieler kurz darauf fest: nach einem schönen Spielzug über links hatte Zoundi seinen Gegenspieler am Strafraum vernascht und im richtigen Moment nach innen gepasst. Rösler ließ den Ball vom Schuh tropfen, drehte sich um die eigene Achse und hätte damit völlig frei vor Pirson gestanden, fünf Meter vor dem Tor. Aber es sollte vorläufig nichts werden mit Röslers ersten Treffer für die Fortuna, da ihn sein Gegenspieler ganz eindeutig von hinten festhielt und zu Boden rang. Klarer Elfer für Fortuna, und da der Gegenspieler Hergesell hieß, Gelb/Rot für den Oberhausener. Damit war der erste Ex-Fortune draußen.

Jens Langeneke verwandelte den Strafstoß zum 2:0, mal wieder nach Johann-Neeskens-Manier in die Tormitte, aber wenns nie einer merkt, merkts halt nie einer. Somit zwei Tore Vorsprung und ein Mann mehr auf dem Feld für Fortuna – aber leider schrieb man erst die 61. Minute. Und die Unsrigen sind ja gerne mal für eine Negativüberraschung gut.

Viel hätte auch diesmal nicht daran gefehlt. Zunächst versemmelte man reichlich Chancen, den Sack zuzumachen. RWO-Keeper Pirson, übrigens auch ein Ex-Fortune, hielt zwar über 90 Minuten keinen einzigen Ball fest. Egal, ob Schuss, Kopfball, Flanke, Eckball, Freistoß – der Mann implementierte einfach die beliebte Randsportart Faustball ins Geschehen und ließ jeden Ball prallen. Dabei gelangen ihm aber immer mal wieder auch spektakuläre Flugeinlagen und Paraden, zum Beispiel bei einem Distanzschuss von Rösler oder einem schönen Kopfball von Gaus, der zur Halbzeit für den nach vier Wochen Verletzungspause noch reichlich unkreativen Marco Christ eingewechselt worden war. Der kleine Mann im Tor hielt RWO im Spiel und ein weiterer kleiner Mann hätte sie fast wieder zurück gebracht: beim einzigen Ernst zu nehmenden Angriff von RWO nach dem 0:2 umkurvte Schmidtgal links im Strafraum den etwas indisponierten Kai Schwertfeger und knallte die Kugel dann mit dem rechten Spann an den linken Pfosten. Und auch wenn Melka in der kurzen Ecke lag und den Ball wohl gehabt hätte, so war dies dennoch ein dickes Ausrufezeichen, dass die zehn Oberhausener weiter am Spiel teilzunehmen gedachten.

Kurz darauf nicht mehr, denn da waren es nur noch neun. Bei Fortuna war mittlerweile Torghelle im Spiel, für den mit viel Beifall verabschiedeten Rösler. Lambertz spielte einen von circa drei gelungenen Pässen seinerseits in den Lauf von Torghelle, der sich geschickt von seinem Gegenspieler gelöst hatte, zwanzig Meter vor dem Tor. Natürlich musste auch dieser Gegenspieler ihn mit Klammern und Ziehen am Fortkommen hindern, natürlich war auch dies Gelb, und da es sich bei diesem Gegenspieler um den zweiten, bereits mit Gelb vorbelasteten Ex-Fortunen Marinko Miletic handelte, verabschiedete sich auch dieser folgerichtig in der 79. Minute mit Gelb/Rot. Beide Ex-Fortunen somit vorzeitig aus dem Spiel, und dies sogar, ohne dass sie ein Tor gegen uns erzielt hätten – es geschehen also noch Zeichen und Wunder.

Damit war die Partie natürlich durch, Oberhausen platt. Außer Pirson, der flog munter weiter durch die Gegend. Einen musste er allerdings doch noch hinnehmen: nach einer abgewehrten Ecke in der 88. Minute hatten wir endlich mal den „Rebound“. Nicht weil sich einer unserer Spieler endlich mal am Sechzehner postiert hätte, um dort auf geklärte Bälle zu lauern, nein, das machen weiterhin nur die anderen. Maximilian Beister stand nur grad dort, weil er soeben für Thomas Bröker eingewechselt worden und sofort von der Mittellinie nach vorne gesprintet war. Und so erwischte er den Abpraller zwölf Sekunden nach seiner Einwechselung, zog ihn flach aufs Tor, und die Kugel war drin – weil Torghelle im Strafraum der Pille mit der Hacke noch die entscheidende Richtungsänderung gegeben hatte. Erstes Saisontor für den Ungarn und ein Blitz-Assist für Beister – an diesem Abend hatte Trainer Meier also endlich wieder das Goldene Händchen beim Wechseln.

RWO-Trainer Bruns hingegen hätte nach dem Spiel mal lieber den Goldenen Schnitt machen sollen. Anstatt die doch recht ordentliche erste Halbzeit seines Teams zu loben (allerdings nicht dermaßen überschwänglich wie er es anschließend tat, so dolle war es nu auch nicht), und es damit gut sein zu lassen, trat er noch kräftig gegen den Schiri nach, indem er behauptete, die Verteilung der Gelben Karten sei ungerecht und überhaupt der Schiri der schlechteste Mann auf dem Platz gewesen. Auch diese Einschätzung hatte er ziemlich exklusiv. Dass die Gelben Karten wegen Ellenbogencheck und Foul mit gestrecktem Bein für seine beiden späteren Gelb/Rot-Sünder absolut in Ordnung waren, wie auch die Platzverweise selbst, das kann auch ein Hans-Günter Bruns nicht ernsthaft bestreiten. Aber vielleicht wollte er sich ja schon auf das Niveau des Gegners in der Woche danach runterziehen, da spielte Oberhausen nämlich gegen Bielefeld, mit Zetteldompteur Ewald Lienen an der Seitenlinie, auch immer sehr gut darin, selbst klarste Spielverläufe umzudichten und dem Schiri anzuhängen. Ich stufe daher die unsinnigen Aussagen von Bruns während der Pressekonferenz nach dem Spiel als aktive Spielvorbereitung seinerseits für den Kick gegen Bielefeld ein…

Apropos Bielefeld: die gewannen tatsächlich ihr erstes Spiel unter Ewald Lienen direkt mit 2:1 gegen den VfL Osnabrück. Das Lustige an der Sache war, dass die Osnasen alle drei Buden machten – Bielefeld brauchte in der Tat zwei Eigentore des Gegners, um zu gewinnen. Und da fiel mir natürlich sofort der Auftritt dieses Osnabrücker Journalisten beim Spiel gegen uns Anfang Oktober wieder ein, als dieser schon nach 20 Minuten Spielmanipulation zu unseren Gunsten unterstellte. Mal sehen, was ihm zu dieser Nummer einfällt, die wirklich selten originell war…

Fortuna nach dem Spieltag mit 12 Punkten auf Platz 14. Am Freitag darauf sollte es zum Duell beim punktgleichen Tabellennachbarn Union Berlin kommen.

Wiederholte Wiederholungen werden auch durch Wiederholung nicht besser

Am 19.11.2010 trat Fortuna also bei Union Berlin an, und diesmal mache ich es wirklich kurz: auch im achten Spiel beider Teams gegeneinander gab es einen 1:0-Sieg, und da die Partie für Fortuna ein Auswärtsspiel war, hieß der Sieger selbstverständlich Union Berlin. Aber Ergebnis und Spielverlauf machen derartig müde, dass ich diesmal nicht mehr als einen Dreizeiler abzusondern vermag. Nicht nur, dass es wieder mal ein 0:1 war, nein, in der ersten Halbzeit war Fortuna auch wieder die klar bessere Mannschaft, versiebte wieder mal Chancen wie die Großen, diesmal besonders durch Andreas Lambertz, der mindestens zwei Buden einfach hätte machen müssen, in der zweiten Halbzeit ließ man sich wieder mal die Butter vom Brot nehmen, kassierte nach einer Unaufmerksamkeit das 0:1 und gab das Spiel dann erwartungsgemäß ab, schließlich hat man in dieser Saison bislang jedes Spiel verloren, bei dem man in Rückstand geriet. Pure Optimisten können natürlich sagen, dass der Gegentreffer wenigstens nicht aus einer Standardsituation resultierte, vielleicht kann man das ja als Fortschritt nehmen. Auf feinen Rückpass von Benyamina erzielte Mattuschka nach gut einer Stunde von der Strafraumgrenze den entscheidenden Treffer, sicherlich vermeidbar durch die Abwehr, auch nicht ganz unhaltbar vom Torwart, aber eben doch irgendwie unvermeidlich. Der Auftritt in Berlin ähnelte dermaßen dem Auftritt zuvor in Aue, der wiederum dermaßen dem Auftritt zuvor in Paderborn geähnelt hatte, dass ich diesmal ausnahmsweise nichts mehr dazu sagen kann. Wenn man den Bericht zum Aue-Spiele durchliest, ist man bereits vollständig informiert. Unglaublich, wie leicht das in dieser Saison geht.

Ach ja, etwas Erfreuliches gab es doch noch: für Langeneke, der nach seiner fünften Gelben Karte gesperrt war, rückte der Brasilianer Tiago erstmals seit dem 4. Spieltag wieder in die Innenverteidigung und zeigte eine durchaus ansprechende Leistung. Vielleicht wird’s ja doch noch was mit ihm, man soll die Hoffnung nie aufgeben. Außer vielleicht derjenigen, dass Fortuna auch mal wieder auswärts etwas reißt.

Dem Trainer verschlug dieser identische Auftritt dann auch noch die Sprache, erstmals seit seiner Verpflichtung schwänzte er den obligatorischen Plausch mit der Düsseldorfer Lokalsportpresse nach dem Abpfiff. Was wiederum bei Stürmer Thomas Bröker Verständnis hervor rief: „Der Trainer hat ja auch keine Lust, jedes Mal wieder dasselbe zu erzählen.“ Und obwohl diese Seite hier, so fürchte ich, zu einem guten Teil genau davon lebt, fällt auch mir nun nix mehr ein. Kommt selten vor, ist aber so.

Sieben Auswärtsspiele, sechs Niederlagen, alle zu Null. Welch ein Glück, dass das nächste Spiel – ebenfalls auswärts stattfinden würde…

Also weiter geht’s. Ich verspreche auch, dass diesmal alles anders wird.

Sieg in Bielefeld. Oder Osnabrück.

Endlich wieder ein Auswärtsspiel, endlich wieder an einem Freitag – so kennen wir den November 2010. Am 26.11.2010 ging es zum Tabellenschlusslicht nach Bielefeld. Passend dazu das Wetter an jenem Freitag. Da schneite es nämlich morgens früh mal ein wenig, und schon brach der Verkehr zusammen. Die Kombination Schnee, Auto und gemeiner Rheinländer verträgt sich traditionell nicht sonderlich. Ich darf das sagen, denn ich stamme aus dem Bergischen Land und kann daher seit frühester Kindheit beobachten, wie der Rheinländer bei Ansicht der ersten Schneeflocke des Winters hektisch nach dem Bremspedal sucht und eine flotte Durchschnittsgeschwindigkeit von 50 km/h hinlegt – auf der Autobahn, auf dem linken Fahrstreifen und ungeachtet der Tatsache, dass sich meilenweit vor ihm kein Fahrzeug befindet und die Strecke schnurgerade in die Ferne führt. Dementsprechend hatte ich an jenem Freitag schon ordentlich Spaß, mittags von Bonn nach Köln zu gelangen, um einen privaten Termin wahrzunehmen. Bei der anschließenden Weiterfahrt lohnte es sich nicht, direkt am vor uns liegenden Kreuz Köln-West auf die A 1 aufzufahren, da war bereits alles dicht. So zuckelten wir ein wenig durch die Kölner Landschaft, die auch durch den Schnee nichts an künstlerischer Qualität dazu gewann, fuhren erst an einer Auffahrt auf die Bahn, an der der Stau einigermaßen vorbei war, und brauchten dann über eine Stunde, um von dort bis Wuppertal zu gelangen. Anschließend weiter zum berüchtigten Kamener Kreuz, um dort auf die A 2 zu wechseln – ich sach nur: Kamener Kreuz, Freitag, Schnee, Großbaustelle, und der erfahrene Leser wird wissen, warum wir es erst gar nicht direkt über das Kreuz versuchten, schließlich wollten wir am Abend das Spiel noch sehen. Es folgte somit eine pfiffige Umfahrung des Kreuzes, die durch die Orte Kamen und Bönen und dann ein wenig über Land führte. Hierbei kam es noch zu einem Kulturschock. Meine furchtlose Fahrerin warf genau zu dem Zeitpunkt, als wir durch diese Hochburgen des Kreises Unna fuhren, eine CD ein, den Soundtrack zu einem deutsch-polnischen Film namens „Hochzeitspolka“. Für diesen Film hatten die Toten Hosen extra eine polnische Version ihres Klassikers „Eisgekühlter Bommerlunder“ eingespielt, den wir uns nun zu Gemüte führten. Klingt nett, vertraut und doch irgendwie exotisch. Das war aber nix gegen den Rest der CD, der aus den größten Stimmungshits eines völlig zu Recht nur in Polen bekannten Sangeskünstlers bestand. Wobei ich das gar nicht mal schlecht fand, denn man weiß ja, dass die völkische Musik aus den Staaten östlich der Oder durchaus gerne mal ins Nostalgische, ins Sentimentale abdriftet, und dann auch ab und an nicht undüster klingt. Ich lauschte also der Elegie eines seufzenden Akkordeons, während der Sänger wahrscheinlich von der Romantik agrikultureller Heutänze in der polnischen Taiga schwärmte. Und da ich gleichzeitig nach aus dem Fenster blickte und exakt jene Landschaften entdeckte, die ich mit dieser Art von Musik assoziiere, fragte ich mich in diesem Moment unwillkürlich, ob wir uns nicht doch versehentlich ein wenig zu weit von der Autobahn entfernt hatten. Auf jeden Fall werde ich zukünftig stets den doch recht trist anmutenden Ostrand des Ruhrgebiets mit polnischen Akkordeonklängen voller Wehmut verbinden. Verblüffend, wie gut das passte.

Aber genug der metaphysischen Betrachtungen der Wegstrecke. Hinter Bönen ging es wieder auf die A 2, und der Ausflug hatte sich gelohnt, hatten wir doch dadurch einen fluffigen 10-km-Stau umfahren. Nunmehr näherten wir uns Bielefeld geradezu verzugslos und wurden von meinem Parkschein auf einen unbeleuchteten kleinen Nebenparkplatz des Stadions geleitet, der von der Straße auch nur zu erahnen war, weil an der zwischen Bäumen gelegenen Zufahrt ein Männlein mit orangener Schutzweste stand. Und da dieser Parkplatz verblüffend demjenigen Nebenparkplatz ähnelte, den wir Anfang Oktober bei unserem ersten Saisonsieg in Osnabrück vorgefunden hatten, und da es darüber hinaus bei unserer Ankunft um 16.45 Uhr bereits stockfinster war, kann ich leider auch nicht mit einer alten Legende aufräumen, die uns das Internet eingebrockt hat – ich kann nicht mit Bestimmtheit sagen, ob es Bielefeld gibt oder nicht (für Nichtkenner: bei wikipedia bitte den Begriff „Bielefeld-Verschwörung“ eingeben). Hätte, wie gesagt, auch Osnabrück sein können.

Dies wird die Mannschaft übrigens durchaus ähnlich sehen, denn aus Gründen des Aberglaubens hatte man sich nach der Anreise am Vortag auch noch im selben Hotel in Halle/Westfalen einquartiert, welches man schon vor dem Sieg in Osnabrück bezogen hatte. Und in welches Stadion der Bus vom Mannschaftshotel fährt…welcher Spieler achtet schon so genau darauf?

Einige Spieler hatten am Wochenende allerdings schon eher Gelegenheit, über solche Fragen zu sinnieren, Trainer Meier ließ nämlich deren vier zuhause. Rockenbach da Silva bekommt bei ihm anscheinend eh keine Chance, keine Ahnung, warum. Wellington und Dum waren auch irgendwie verständlich, sind sie nach ihren längeren Verletzungen doch grad erst wieder ins Training eingestiegen. Aber den früher einmal als „Regisseur“ bezeichneten Marco Christ gleich ganz daheim zu lassen, das war schon ein starkes Stück, der gute Mann ist nämlich seit zwei Wochen bereits von seiner Verletzung genesen. Falls diese also nicht erneut aufgebrochen ist (und davon wurde vor dem Spiel nichts berichtet), kann man also fröhlich spekulieren, warum der Trainer einen Spieler, den er stets als Eckpfeiler der Mannschaft gesehen hat, noch nicht einmal auf die Bank setzt, sondern gleich ganz ohne ihn anreist. Ich hoffe mal, er hatte nur eine schlechte Trainingswoche, ansonsten steht bei dieser Personalie zukünftig noch Ärger ins Haus.

Vorhang auf also zum Duell der Kellerkinder, bei Temperaturen, die man gemeinhin auch eher im Keller vermutet, es herrschten frostige Minusgrade, allerdings nur wenig Schneetreiben, der Rasen war grün, was will man mehr? Zuvor beglückte mich der Gastgeber noch mit dem Abspielen der Vereinshymne, ein richtiges uraltes Schätzchen mit dem schönen Titel „Arminia, unser Herz schlägt nur für dich!“ Das ist noch Liedgut aus der Zeit der Vereinsgründungen (bei der Arminia war dies 1905), mein absoluter Liebling diesbezüglich ist die Vereinshymne des SV Waldhof Mannheim (Vereinsgründung: 1907), „Ein dreifach Hoch dem Lederball!“ Einfach nur schön.

Nach der Vereinshymne hat der Fußballgott natürlich den Anstoß des Spiels gesetzt, somit ging es pünktlich um 18.00 Uhr los. Und um 18.15 Uhr hätte man das Spiel bereits abpfeifen können, fast alle Höhepunkte hatte man bis dahin gesehen, und die Entscheidung war auch bereits gefallen. Die Anfangsphase des Spiels war erstaunlich flott und bot hüben wie drüben Aufregung im Minutentakt. Es begann auf Bielefelder Seite mit einem langen Pass in die Spitze für Neuville, den – also den Pass – Fortuna-Keeper Melka unerklärlicherweise, anstatt mit der Hand zuzupacken, per Fuß aus dem Strafraum klärte, leider wunderbar flach und genau in die Mitte des Spielfeldes. Da hatte er Glück, dass der Ball erst 35 Meter vor dem Tor von einem Bielefelder gestoppt wurde, der sich dann auch im Erzielen eines Tor des Monats übte, aber der Schuss war zu schwach und konnte vom mittlerweile ins Tor zurück geeilten Melka sicher abgefangen werden. Anschließend zauberten wir einen Spielzug über Rösler und van den Bergh hervor, gekrönt von einer vernünftigen Flanke des Außenverteidigers, man mochte es kaum glauben! Der Ball war wirklich gut, rauschte an allen vorbei, bis er hinter dem langen Pfosten vom völlig frei stehenden Thomas Bröker gestoppt werden konnte. Der brauchte dann allerdings zu lange, um seine Beine zu sortieren, Arminia-Keeper Dennis Eilhoff war rechtzeitig aus dem Tor heraus und konnte den Schuss von Bröker abwehren. Wiederum auf der anderen Seite wurde Ex-Fortune Sebastian Heidinger rechts im Strafraum schön frei gespielt. Aus doch etwas spitzem Winkel schoss er aufs Tor und genau „auf Mann“, Melka ließ den Ball wiederum nach vorne abprallen, wo er Guela vor die Füße fiel. Hätte der nun die Technik Technik sein lassen und einfach draufgehalten, dann hätte gefährlich werden können, aber er versuchte, den Ball zu schieben, und da war dann ein Fortunen-Fuß dazwischen und konnte blocken. Das alles innerhalb der ersten zehn Minuten, beeindruckend.

Und dann kamen die zwei Minuten, die das Spiel entschieden. Zunächst wieder ein schneller Angriff der Fortuna über links, diesmal war es Zoundi, der in den Strafraum eindrang, der mit Abstand beste Spieler auf dem Platz an jenem Abend. Und dann folgte fast eine Kopie der Szene zuvor: Zoundi gibt den Ball flach in die Mitte, Torghelle wird von seinem Gegenspieler abgedrängt und muss die Kugel passieren lassen, und am langen Pfosten steht wieder Bröker frei, ist vor dem heraus stürzenden Eilhoff am Ball, umkurvt ihn, kriegt wieder seine Beine durcheinander, man konnte die Hälfte aller Fortuna-Fans im Stadion aufseufzen hören, aber dann entknotet er sich noch rechtzeitig und schiebt die Kugel über die Linie ins leere Tor – 1:0 für Fortuna in der 14. Minute. Ein schöner Spielzug. Das zweite Saisontor für den Ex-Ahlener.

Der kurz darauf nachlegte. Keine zwei Minuten später, Ecke für Fortuna von links, kurz auf Zoundi gespielt. Der hat viel Zeit und Raum, schaut genau hin und zirkelt anschließend die Flanke auf den Kopf von Bröker, der sie per Aufsetzer ins lange Eck verlängert. 2:0 in der 16. Minute – das Spiel war durch.

Erst recht, als Sascha Rösler nach nur 20 Minuten verletzt ausgewechselt werden musste. Bis dahin war er nämlich der ideenreicher Passgeber des Spiels gewesen, als hängende Spitze aus dem Mittelfeld heraus, mit einigen sehr guten Aktionen. Dies merkte man sofort, als er aus dem Spiel war, nach vorne ging dann nicht mehr viel, Überraschendes fand gar nicht mehr statt. Höchstens mal, wenn Patrick Zoundi wieder durchstartete, der seinen Gegenspielern in dieser Partie unlösbare Rätsel aufgab.

Über Arminia Bielefeld möchte ich den Mantel des Schweigens breiten. Auch mit diesem Trainer werden die ja nicht immer so schlecht sein, deshalb will man ja nicht respektlos erscheinen – aber was die an jenem Abend ablieferten, war schon eine Bankrotterklärung, spielerisch in etwa unteres Mittelfeld der 3.Liga. Und die werden sich auch auf die Arminia in der kommenden Saison freuen, wenn denen mit Braunschweig, Rostock und Offenbach die bekannten Vereine nach oben wegbrechen. In dieser Verfassung ist die Arminia ein sicherer Abstiegskandidat. Mir tat eigentlich nur Oliver Neville Leid, dass der eine solch erfolgreiche Karriere bei dieser Trümmertruppe beenden muss. Aber er hat es ja selbst so gewollt, und natürlich wollen wir nicht zu früh unken. An jenem Freitag fiel aber in der zweiten Halbzeit selbst Ewald Lienen nichts mehr ein, außer mit dem Kopf zu schütteln. Der suchte noch nicht einmal die Schuld beim Schiri oder irgendwelchen Gegenspielern, dann muss es wirklich finster aussehen.

Die zweite Halbzeit kann man getrost ignorieren, da Fortuna den Sieg ohne zu glänzen nach Hause schaukelte und Bielefeld beim besten Willen nichts mehr einfiel. Zoundi scheiterte noch zweimal, mit einem Schuss von der Strafraumgrenze, den Eilhoff prima parierte, sowie mit einem Flachschuss neben das Tor, auf der anderen Seite zeigte Melka eine glänzende Parade bei einem Kopfball von Mbona, das war’s dann auch schon.

Unterhaltsamer waren da schon die Fan-Gesänge, mit denen sich beide Lager in der zweiten Halbzeit warm hielten. Auf Bielefelder Seite flüchtete man sich nach dem obligatorischen „Wir ham die Schnauze voll!“ in Galgenhumor mittels „Nie mehr 2. Liga!“- und „Europapokaaal!“-Sprechchören. Die Gäste gedachten der Einheimischen mit dem aufmunternden Schlachtruf: „Lienen raus!“ Da ich akustisch ziemlich genau in der Mitte zwischen beiden Lagern saß, machte das Zuhören viel Spaß.

Und das war es dann auch vom Kellerduell. Fortuna siegte vor 10.000 Zuschauern, darunter knapp 3.000 Fortunen, ungefährdet und verdient mit 2:0, überholte in der Tabelle den VfL Osnabrück, der zeitgleich beim FSV Frankfurt 1:4 auf die Mütze bekam, und kletterte auf Platz 14. Und wie wichtig dieser Sieg war, konnte man zwei Tage später besichtigen, als Ingolstadt und Karlsruhe ihre Partien gewannen. Es bleibt somit bei zwei Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz. Allerdings kommt der Inhaber dieses Platzes, der Karlsruher SC, am nächsten Sonntag in die esprit-Arena. Wenn man gegen die (irgendwie) auch noch gewinnen könnte, wäre mir ein wenig wohler.

Und das waren alle Freitage des Novembers 2010. Weiter geht es, wie gesagt, gegen Karlsruhe, anschließend noch nach Aachen und zuhause gegen Greuther Fürth. Dann ist das Fußballjahr 2010 für die Fortuna beendet. Aber bevor man sich daran gewöhnt hat, dass jetzt Winterpause ist, geht es am Wochenende um den 15.01.2011 ja schon wieder weiter. Wobei unser Trainer ja eigentlich leichtes Spiel in der Vorbereitung hätte, der müsste einfach nur mal zwei Wochen am Stück Standards trainieren. Und nebenbei mit dem Mentaltrainer aufbauende Vorträge halten: warum man nach einem Rückstand nicht wirklich automatisch das komplette Spiel sofort verloren geben muss. Dies sollte als Präventivmaßnahme erst einmal reichen. Aber wer weiß schon, wovon ich kurz vor Weihnachten berichten kann? Vielleicht ist dann wieder etwas Neues auf dem Markt. Eventuell, dass die Mannschaft auch an den nunmehr ungewohnten Spielterminen sonntags 8Karlsruhe) und samstags (Greuther Fürth) punkten kann? Denn immerhin hat man dazwischen das Auswärtsspiel in Aachen, natürlich an einem Freitag. Mit diesem vertrauten Bindeglied sollte doch auch für die beiden Heimspiele etwas drin sein. Wir werden es erleben.

Vorweg eine schöne Adventszeit wünscht: janus

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