Sommerpause

Prolog – Sommerpause

Hurra, hurra, die Fortuna ist wieder da! Oder um es direkt mal staatsmännisch zu formulieren – wir sind wieder wer! Und das sagten nicht nur wir, das sagten auch noch ganz andere. Fortuna in der 2. Liga, wir hatten lange darauf warten müssen. Und wer so lange auf etwas wartet, der neigt dann auch dazu, direkt mal in die Vollen zu gehen, wenn er es denn endlich hat. Deshalb legten auch wir los wie die Feuerwehr. Ereignislose Sommerpause war gestern beziehungsweise letztes Jahr. Somit tut eine kurze Zusammenfassung Not, damit der geneigte Leser weiß, wo wir standen, bevor die neue Saison 2009/2010 startete.

Alles neu – hinter den Kulissen

Zunächst mal ohne Fußball auf dem Rasen. Dies mag in der Sommerpause nicht verwundern, aber wie gesagt – wir sind wieder wer. Und deshalb wäre Fortuna nicht Fortuna, wenn das lustige Tralala hinter den Kulissen nicht schon losgegangen wäre, als die vorherige Saison noch gar nicht zu Ende gespielt war.

Anfang Mai 2009, Fortuna hatte gerade durch das 1:0 gegen Dynamo Dresden nach sportlich durchwachsenem April in letzter Sekunde noch die Abzweigung zum Aufstiegsrennen in der 3.Liga genommen, erschien ein kurzer Artikel in der weltbesten Zeitung mit den vier großen Buchstaben. Demnach hatte sich der deutsch-israelische Geschäftsmann Daniel Jammer schon zwei Wochen zuvor bei der Fortuna gemeldet, um ein etwaiges Engagement im Verein zu besprechen. Worum genau es ging, war dem Herr Jammer dabei sogar ziemlich egal: „Ich könnte mir vieles vorstellen. Investor, Sponsor, Berater.“ Ich persönlich hätte dem gerne noch „Balljunge“ hinzugefügt, dann wäre ich nicht so leicht besorgt gewesen.

Denn hinter Jammer verbirgt sich die Fußball-Philosophie eines Mini-Abramovitsch. Verein kaufen, mit ordentlich Kohle nach oben bringen, und wenn es dann nicht mehr so läuft, sich aus dem Staub machen. Angeblich natürlich nur mit Vorteilen für den Verein. Diese Nummer hatte er bereits in der Slowakei durchgezogen, beim FC Senec. Den brachte er im Jahr 2006 in die 1. Liga, verlor dann das Interesse und stieg wieder aus. Zwei Jahre später musste der FC Senec mit dem DAC Dunajska Streda fusionieren und löste sich de facto auf. Das nächste Investitionsobjekt auf Jammers Liste war der israelische Club Maccabi Netanya. Und da wird es dann interessant. Denn als Besitzer dieses Vereins holte er natürlich gleich einen neuen Trainer. Dessen Name: Lothar Matthäus. Laut Aussage Jammers war Matthäus nicht nur irgendein Trainer, sondern mittlerweile auch ein guter Freund von ihm. Und als man einige Monate zuvor wohl mal freundschaftlich beisammen saß, da soll ihm der Lothar für weitere Investitionen einfach mal Düsseldorf empfohlen haben. Ich stelle mir das auch irgendwie ganz romantisch vor: da sitzen zwei gute Kumpels beim Hausherrn und Clubbesitzer abends auf der Terrasse, der Eine mit einem guten Gläschen Roten, der Andere mit ner Sportcola, die gerade aktuelle Lebensgefährtin des Gastes poliert sich die Fingernägel, alles erfreut sich am schönen Sonnenuntergang, da sagt der Hausherr: „Lothar, es wird Zeit, mein sauer verdientes Geld auch mal in meiner alten Heimat unters Volk zu bringen. Hättest Du als Kenner nicht eine Idee?“ Und der Lothar wiegt den Kopf ein-, zweimal bedächtig hin und her und antwortet nach kurzem Nachdenken: „Ein Lothar Matthäus kennt sich aus, schließlich hat er überall gespielt. Wie wär`s denn mit Düsseldorf? Zum einen kommt Deine Großmutter von dort, zum Anderen haben die damals bei meinen Gastspielen dort meine erste, nein, zweite Frau –“, er stockt einen Moment, rechnet im Geiste nach, „…ja, stimmt, meine zweite Frau, also die Lolita, immer so nett beleidigt. Die verstehen also was von Frauen. Und die Kö soll auch immer noch stehen.“ Und Jammer ist direkt begeistert, dann haben ja alle was davon, die aktuelle Lebensgefährtin des Gastes schenkt nochmal nach und alle gehen zufrieden ins Bett. So oder ähnlich werden doch heutzutage Geschäfte gemacht, oder? Also wenn der mehrfache Millionär und Fußball-Investor seinen Trainer um Rat fragt, wo er denn demnächst seine Kohle versenken soll, und er diesen Rat anscheinend noch Ernst nimmt, dann kann ich mir irgendwie kein anderes Szenario vorstellen. Übrigens soll der Lothar dem Jammer als Alternative noch Leipzig genannt haben. Was dort dabei heraus gekommen ist, dürfte mittlerweile wohl jedem Fußballinteressierten bekannt sein. RasenBall Leipzig, ein Ableger von RedBull Salzburg, schickt sich dort an, in den nächsten Jahren von der fünften in die erste Liga durchzustarten. Dazu musste man zwar die Spielberechtigung des Leipziger Oberliga-Vereins SSV Markranstädt kaufen, aber wen stört das, wenn die Kasse stimmt? Und gegen den dortigen Investor, diesen österreichischen Plörre-Fabrikanten, kommt selbst ein Jammer nicht an. Blieb also nur noch Düsseldorf.

Den Rest erledigte dann die Presse in ihrer bekannten Art. Jammer verkündete, dass er sehr gerne seinen guten Freund Lothar mit nach Deutschland nehmen bringen würde. Dazu passte, dass der Vertrag von Matthäus bei Netanya auslief. Mehr braucht man dann gar nicht sagen, jeder Anfänger im Boulevardgeschäft hätte die Assoziation gezogen und seine Großmutter für die Schlagzeile verkauft, die sich aufdrängte, und die dann natürlich auch kam: Matthäus als Trainer bei Fortuna Düsseldorf!

Wohlgemerkt, alles während der noch laufenden Drittliga-Saison. Aber das machte ja nichts, in einem Nebensatz konnte man mal schnell darauf hinweisen, dass der aktuelle Trainer zum damaligen Zeitpunkt eh nur einen Vertrag bis Saisonende hatte. Und im Vergleich zu einem Lothar Matthäus, wer ist schon Norbert Meier? Der kann doch höchstens Kopfstöße, ein Lothar Matthäus sogar Kopfbälle. Welch ein Nachweis seiner Qualifikation als Trainer!

Diese Schlagzeilen sorgten natürlich für erhebliche Unruhe zum Abschluss der Saison. Zum Glück ließ sich die Mannschaft davon nicht anstecken und schaffte in einem Kraftakt noch den Aufstieg, und Trainer Meier konnte sich bei der Pressekonferenz nach dem Aufstiegsspiel einen kleinen Seitenhieb nicht verkneifen. Zu Manager Wolf Werner gewandt, sagte er: „Da kannst du mal sehen, was für einen Super-Trainer du geholt hast.“ Mit Recht.

Nun wurde es ziemlich schwierig, den erfolgreichen Aufstiegstrainer loszuwerden, schließlich sind wir hier nicht in Paderborn, wo deren Alleinherrscher Finke genau dieses Kunststück im Jahr 2005 mit Pavel Dotchev fertig gebracht hatte. Für unseren Investor, den Mann mit dem Fußballsachverstand, wäre das natürlich kein Problem gewesen. Genau so hatte er nämlich zuvor Matthäus bei Netanya ins Amt gehievt und anschließend Folgendes verbreitet: „Aber in den Medien gibt es ein paar kritische Stimmen, die nicht verstehen, warum ich mich dazu entschieden habe, den vorherigen Trainer nach zwei erfolgreichen Jahren zu ersetzen. Aber darüber bin ich erhaben. Es war meine Entscheidung und ich kann sie rechtfertigen. Ich hätte zu diesem Zeitpunkt keinen besseren Mann als Lothar Matthäus nach Israel bringen können.“

Selbstverständlich kann ein Mann, der zwei Jahre lang erfolgreich gearbeitet hat, einem Lothar Matthäus nicht das Wasser reichen. Zumindest nicht in der Medienpräsenz. Aber da der Investor bei uns erst im Gespräch und noch nicht in Amt und Würden war, konnte man das natürlich nicht bringen, also fabulierte der Boulevard kurz um und schwupps, war Matthäus plötzlich als Sportdirektor im Gespräch, zumal unser Wolf Werner auch schon ein pensionswürdiges Alter erreicht hat. Für diesen Job hatte Matthäus zwar außer „mein guter Freund“ nun überhaupt keine berufliche Qualifikation, aber wo kämen wir denn hin, wenn wir nicht auch mal Anfängern eine Chance geben würden? Gerade wir, ich sage nur, Thomas Berthold in der Oberliga. Schließlich verzichtet man nicht so einfach auf bundesweite Schlagzeilen.

Dachte sich übrigens wohl auch der Lothar. Denn man muss zwar zu seiner Ehrenrettung sagen, dass er selbst niemals behauptet hatte, Trainer oder Sportdirektor oder auch nur Hütchenaufsteller bei der Fortuna werden zu wollen. Allerdings dementierte er auch mit keinem Wort, als sein Name plötzlich täglich wieder in den Medien auftauchte. Schlechte Präsenz ist halt besser als gar keine.

Was dieser Investor jetzt genau für seine Kohle haben wollte, blieb bis zuletzt im Dunkeln. Eine komplette Übernahme des Vereins ist natürlich (noch) nicht möglich. Aber man muss ja nicht unbedingt selbst die absolute Mehrheit haben, um das Sagen zu haben, wer wüsste das nicht. Dazu noch die eigenen Vertrauten in den wichtigen Positionen installiert, und das Ergebnis ist dasselbe. Jammer erzählte dann mal was von drei Spielern, die er mitbringen wollte, absoluten Granaten. Die könnten dann bei uns spielen, und wenn sie, wie bei uns ja nicht anders zu erwarten, richtig einschlagen und weiter verkauft werden würden, könnte sich Fortuna den Erlös mit ihm teilen. Wie immer, natürlich alles ohne Risiko für den Verein. Dass der Boulevard von Herrn Jammer recht angetan war, zeigt sich schon daran, dass der von einem dieser Spieler, dem Südafrikaner Fransman, schwärmte: „Ihn sehe ich beim Eröffnungsspiel der WM 2010 auf dem Rasen stehen.“ Die BILD brauchte dafür keine bewusstseinssteigernden Mittel, um so etwas zu „sehen“, sondern funktionierte den Spieler ab diesem Bonmot mal sofort zum „Nationalspieler“ und „Leistungsträger“ um. Es gibt Karrieren, die sind nur in der Presse möglich.

Nun, der Verein misstraute dem Herrn Jammer dann doch wohl ein wenig, denn eine Zusammenarbeit kam nicht zustande. Bis zuletzt deckte der seine Karten nicht auf, sagte nie genau, was er eigentlich als Gegenleistung für all seine Millionen haben wollte, ließ vornehmlich über die Presse verkünden, dass er enttäuscht sei, dass man ihn nicht in Bausch und Bogen als neuen Heilsbringer akzeptierte. Zum Schluss hielt man dann doch noch ein Treffen ab, in dem man sich verständigte, dass man sich aktuell nichts zu sagen habe, man aber gerne in Kontakt bleiben könne. Das kennt jeder von einem enttäuschend verlaufenen Date, es gibt beiden Seiten so schön die Chance, das Gesicht zu wahren. Ich war sehr froh darüber, auf solche Investoren kann ich gut verzichten. Bei dem Treffen brillierte der Jammer unter anderem mit seinen visionären Ideen, den Fußball doch nach amerikanischem Vorbild zu gestalten. Er könne sich zum Beispiel vorstellen, in der Ersten Liga einfach die Absteiger abzuschaffen, wie es hierzulande vor einiger Zeit ja auch schon von der Deutschen Eishockey-Liga vorgemacht worden ist. Und ich hätte mir gut vorstellen können, dem Mann, wäre ich bei solch einem Treffen anwesend, nach solch einer Äußerung umgehend zu zeigen, wo der Maurer das Loch in der Wand gelassen hat. Denn solche Leute, die ihr „eigenes Fußball-Manager-Spiel“ spielen (bitte nicht mir ankreiden, auch diese Formulierung stammt von Jammer persönlich), die hätten mir gerade noch gefehlt, Millionen hin, Millionen her.

Und so blieb Herr Jammer mit seinem Geld erstmal da, wo der Pfeffer wächst, und wo er mit seinem guten Freund Lothar Matthäus dann abends wieder Schirmchendrinks bei Sonnenuntergang nehmen konnte. Ich zweifle keine Sekunde daran, dass, hätte man dem Jammer den Einstieg ermöglicht, der Lothar spätestens 48 Stunden später unser neuer Trainer gewesen wäre. Begründung siehe Netanya. Und ganz so weit muss man sich doch auch als Zweitliga-Neuling nicht erniedrigen. Sagte sich übrigens auch Arminia Bielefeld. Die sind ja ebenfalls neu in der Spielklasse, nur kommen sie von der anderen Seite. In Bielefeld war Matthäus nach der Posse bei uns als Trainer im Gespräch. Und obwohl sein Gehalt von einem externen Sponsor hätte übernommen werden können, obwohl der Verein zu diesem Zeitpunkt ohne Trainer da stand und ohne einen Großteil der Mannschaft, die sich nach dem Abstieg in alle Winde zerstreut hatte, trotzdem sagte der Verein ab. Vielleicht sind die ja auch mit ein bisschen Weitblick gesegnet. Lothar Matthäus jammerte anschließend in seiner Kolumne in der SportBild rum, warum ihn in Deutschland eigentlich keiner mehr lieb habe, vergaß dabei aber, sich die Frage auch mal selbst zu stellen, und verschwand wieder ins Sommerloch. Der kommt schon früh genug wieder daraus hervor, da bin ich sicher.

Dieses peinliche Theater hielt uns eigentlich nur auf. Denn Geld musste her, soviel war klar. Zwar erhielt man als Aufsteiger 3,3 Mio. Euro Fernsehgelder, eine geradezu utopische Summe für unsere Verhältnisse in den letzten Jahren, aber davon gingen 1,1 Mio. Tacken direkt wieder ab in die Stiftung zur Unterstützung bedürftiger Millionäre mit ganz viel Fußballsachverstand – sprich an Herrn Kölmel und seine Sportwelt, unser zehn Jahre alter Deckel bei denen wurde mit dem Aufstieg reaktiviert. Fortuna stellte mit 4,9 Mio. Euro den mit Abstand kleinsten Etat aller Zweitligisten auf. Zum Vergleich: Mitaufsteiger Union Berlin, seit kurzem wieder an der Alten Försterei im eigenen Stadion zuhause, von den Fans handgeschnitzt anscheinend, wenn ich mir die Lobeshymnen in der Presse in Erinnerung rufe, „Eisern Union“ also hat nicht nur zwei Millionen Euro für den Umbau durch diese tatkräftige Unterstützung der eigenen Fans gespart, sondern auch noch eine Investmentgruppe aus Dubai gefunden, die binnen der nächsten fünf Jahre zehn Millionen Euro in den Verein pumpen wird. Derzeitiger Etat des Mitaufsteigers: 12,2 Millionen Euro. Und noch ein Vergleich, der ein wenig zum Lachen oder Weinen, je nach Gemütslage, animiert: RW Essen wird in dieser Saison mit einem Etat von 6,6 Millionen Euro an den Start gehen. Und zwar zwei Ligen unter der Fortuna, in der Regionalliga. Dort trifft man unter anderem auf Fortuna II…

Da wir aber mittlerweile wieder irgendwer sind, ließ das nächste Geschäft nicht lange auf sich warten. Plötzlich kommen da drei renommierte Herren aus der Höhle und haben noch was im Gepäck. Oder um die heimische Presse zu zitieren: „Eine Gruppe von Schwergewichten aus der Wirtschaft und wirtschaftsnahen Kreisen“. Hans Schwarz, von 1996 bis 2005 Vorstandsvorsitzender der Stadt-Sparkasse, Christian Veith, Seniorpartner des Unternehmensberaters Boston Consulting, und als Grandseigneur Albrecht Woeste, Aufsichtsratsvorsitzender der Henkel AG, praktischerweise übrigens der Urenkel des Firmengründers Fritz und Neffe des langjährigen Konzernchefs Konrad Henkel, nicht dass da Fragen wegen der Qualifikation aufkommen. Diese drei entdeckten pünktlich nach dem Aufstieg, das, was sie in den letzten zehn Jahren wohl gar nicht vermutet hatten, nämlich dass man Fortuna in die Spur setzen müsse, wobei es kein Stück um einen selbst ginge, sondern „einzig und allein um den Verein“ (Schwarz). Die drei Herren wollten sich am 25.08.2009 bei der Außerordentlich Mitgliederversammlung auf die drei neu zu besetzenden Aufsichtsratsposten setzen und hatten dafür auch gleich was im Gepäck: einen Deal mit dem Sportrechtevermarkter Sportfive. Sportfive bot einen mehrjährigen Vertrag mit einer millionschweren Anschubfinanzierung. Natürlich völlig ohne Risiko für den Verein, das musste man ja schon bei Jammer immer betonen. Und das Zauberwort „Anschubfinanzierung“ wurde auch gleich noch damit unterfüttert, dass es sich dabei nicht um ein Darlehen handeln würde, das eventuell irgendwann zurückzuzahlen wäre. „Sportfive will seinen Profit aus den 20 Prozent ziehen, die es von jedem seiner Sponsoring-Abschlüsse für Fortuna bekommt.“ (Schwarz) Dies bedeutet, dass Sportfive, um eine in Fortuna investierte Million wieder hereinzubekommen, Verträge in Höhe von fünf Millionen abschließen muss, von denen der Klub dann vier Millionen erhielte. Fernsehgelder seien davon übrigens nicht betroffen, hier greift die weiter oben erwähnte Einigung mit der Sportwelt.

Ein tolles Angebot, so auf den ersten Blick, sicherlich ganz ohne Kleingedrucktes. Ach doch, etwas gab es da schon, nur eine Kleinigkeit: dieser Deal käme erst zustande, wenn die drei benannten Herren in den Aufsichtsrat kämen. Also die, denen nur das Wohl des Vereins am Herzen liegt. Klar, die haben diesen Deal vermittelt, deshalb will Sportfive ja auch „seine“ Leute in den entscheidenden Gremien haben. Durchaus verständlich, ein normaler Vorgang heutzutage. Was wollte nochmal der Jammer? Egal.

Pech nur: die Herren hatten ihre Liebe zur Fortuna etwas spät entdeckt. Der Aufsichtsrat, in Fan-Kreisen an guten Tagen reichlich diplomatisch mit „unfähig“ charakterisiert, war nämlich schneller und hatte über ihren derzeitigen Aufsichtsratschef Dr. Kall (persönliche Charakterisierung in Fan-Kreisen siehe Aufsichtsrat) mit einem anderen Vermarkter eine kleinere Lösung verhandelt. Dieser Vermarkter ist Infront, wohlbekannt durch die Beteiligung des Ewigen Scheitels Günter Netzer, und unter anderem seit 25 Jahren Vermarktungspartner des DFB. Dieser Vertrag läuft zunächst nur ein Jahr, quasi auf Probe. Oder um den Aufsichtsratsvorsitzenden in seiner Sprache zu zitieren: „Diese Vereinbarung wurde bewusst in gemeinsamer Absprache getroffen. Denn sie bietet beiden Seiten viele Vorzüge, in der man über die Initialisierungsphase auch konkrete Ergebnisse fundiert abschätzen und so eine optimierte Prognose für die Zukunft stellen kann.“ Heißt dasselbe, nur mit mehr Worten. Dabei fehlt leider die Anschubfinanzierung, man ist vom ersten Moment an darauf angewiesen, welche Werbepartner Infront möglichst zügig akquirieren kann.

Aufgrund dieses Zitats des Aufsichtsratsvorsitzenden weiß der geneigte Leser nun auch schon, wofür sich die Fortuna entschieden hatte, ich habe hier also vorgegriffen. Voraus gegangen waren auf der einen Seite anscheinend wochenlange Verhandlungen – es wurde betont, dass man mit vier möglichen Partnern verhandelt habe, bevor man sich für Infront entschied –, auf der anderen Seite wochenlange lustige Wahlkämpfe bei Leuten, die schon immer alles wussten. Wer sich ernsthaft dafür interessiert, wurde im Fan-Forum der Fortuna bestens bedient. Hunderte Seiten mit Einträgen von Leuten, die ganz genau wissen, was das Beste für den Verein ist. Und Ahnung haben die alle! Ich war wirklich erstaunt, wie viele verkappte Unternehmensberater bei den Fans plötzlich auftauchten. Und allen stand natürlich die „Anschubfinanzierung“ ins Gesicht geschrieben. Ein paar Millionen, jetzt sofort, völlig ohne Risiko, natürlich! Sie müssen nur noch hier unterschreiben! Leute, die mit den Verhandlungen und den Details nicht das Geringste zu tun haben, wussten plötzlich, dass es nur eine Lösung geben konnte. Zur (Argumentations-)Not muss dann halt die Mannschaft herhalten, die wäre viel zu schwach, um den Klassenerhalt zu schaffen, da müssten sofort Verstärkungen her. Das nenn ich mal Vertrauen ins Team. Millionen vor den Augen, den Durchmarsch im Blick (schließlich sind wir wieder wer), da kann man schon mal alles geben. So machte ein Mitglied des Forums wochenlang Stimmung für den Sportfive-Deal, was sein gutes Recht ist, verplapperte sich dann einmal und durfte nachher zugeben, dass er in diesem Konsortium selbst im Hintergrund mitarbeitet, und zwar nicht erst seit einigen Tagen. Die Forumsbetreiber, offenkundig von einem „Insider“ mit ein paar Zahlen versorgt, schlugen sich einhellig auf die Seite von Sportfive und den drei Granden und zogen den Vertragsabschluss mit Infront durch den Kakao, alles zum Wohle des Vereins natürlich. Einer verstieg sich sogar zu der Bemerkung, allein der Name „Woeste“ garantiere einen Brückenschlag zur einheimischen Wirtschaft, anschließend könne man sich nur noch selbst schlagen. Da musste ich allerdings auch erst zweimal hinschauen, um zu glauben, was ich las. Mag sein, dass der Mann in der Wirtschaft kompetent ist, bis der Arzt kommt, aber Geschwafel von wegen, dass es allein der Name mache (ohne Programm, ohne Konzept), kannte ich noch von früher und dachte eigentlich, dass wir über diesen Punkt hinaus wären. Anscheinend nicht. Wenn die Millionen vor der Tür stehen, hat der Verstand schon mal Pause. Aber die Außerordentliche Mitgliederversammlung kommt bestimmt, und die drei Herren stehen ja auf der Kandidatenliste. Da muss man schon was tun. Zum Wohle des Vereins, sagte ich es bereits?

Nun sah der Vorstand (Charakterisierung in Fan-Kreisen siehe Aufsichtsrat) die Sache wohl ähnlich wie der Aufsichtsrat und steuerte die entsprechenden Unterschriften zum Vertrag mit Infront bei. Auch dies hinterlässt natürlich ein gewisses Geschmäckle, denn das Ganze geschah dann doch überraschend zügig, man wollte offenkundig schnell Nägel mit Köpfen machen. Nicht um selbst irgendetwas Vorzeigbares in der Hand zu haben, nein, zum Wohle des Vereins. Und so geht es dann lustig weiter hin und her. Infront hat direkt nach Vertragsabschluss zwei Sponsoren präsentiert, die den Verein jeweils mit einer nicht genannten Summe unterstützen werden. Sind natürlich alles nur „Peanuts“, verglichen mit der schönen Anschubfinanzierung. Aber immerhin läuft der Deal mit Infront ja nur ein Jahr. Mit den richtigen Leuten in Vorstand und Aufsichtsrat kann man dann ja in der nächsten Sommerpause mal schauen, ob die Anschieberei vielleicht doch noch vorwärts kommt. Damit es nicht langweilig wird.

Alles neu – auf dem Rasen

Wenden wir uns nun dem sportlichen Aspekt der Angelegenheit zu, davon soll es in der Sommerpause ja auch das Ein oder Andere geben. Nach dem Aufstieg trennte man sich von einigen Spielern. Der größte spielerische Verlust war sicherlich unser Fummelkönig Ahmet Cebe, der sich einen lang gehegten Traum erfüllte und in der türkischen Liga bei Denizlispor unterschrieb. Da musste er zwar noch eine Woche zittern, denn die türkische Saison lief noch, und Denizlispor war bis zum letzten Spieltag abstiegsgefährdet, aber es ging alles gut. Es sei ihm gegönnt, dass es ihm in der alten Heimat gut geht. Und warum auch nicht, am Ball kann der Mann alles, sogar Eckfahnen umdribbeln, wenn kein Gegner mehr da ist. Vielleicht lernt er in der Türkei ja endlich, das Spielgerät auch ab und zu mal abzugeben. Wenn er bei uns mal daran dachte, waren dies nämlich regelmäßig seine besten Spiele. Sein kämpferischer Einsatz, der stets stimmte, auch wenn er manchmal doch reichlich überzogen wirkte, wird uns fehlen. Aber ich denke, er wird es schaffen, sich durchzusetzen.

Simon Terodde war ja nur vom MSV Duisburg ausgeliehen, der ging wieder zurück. Die Verträge von Bekim Kastrati, Clement Halet und Bruno Custos wurden nicht verlängert. Dies war zu erwarten, Kastrati hatte wirklich die Seuche in puncto Verletzungen, Halet spielte nach seiner Verletzung in der Vorrunde erstaunlich konstant, verspielte aber seine Vertragsverlängerung wohl durch einige unterirdische Vorstellungen zum ungünstigsten Zeitpunkt, nämlich zum Saisonende. Bruno Custos hatte gar keine Chance, irgendetwas zu verspielen, er spielte nämlich so gut wie nie.

Nachdem auch Nachwuchs-Verteidiger Johannes Walbaum gegangen war, er geht zum FC Wegberg-Beeck, nicht weil er so schlecht wäre, sondern weil er sich mehr auf sein Studium konzentrieren wollte, waren die Fronten geklärt, und Wolf Werner konnte ans Einkaufen gehen. Da hatten wir auch einen gewissen Nachholbedarf, nachdem es im Jahr zuvor während der Sommerpause ja nur zwei Neue gegeben hatte. Der Stamm der Aufstiegsmannschaft wurde gehalten und um echte Verstärkungen und gute Alternativen ergänzt. Im Tor bleibt alles beim Alten, Michael Melka mit einer Nasenspitze vor Michael Ratajczak, aber besonders die Abwehr wurde aufgepeppt.

Aus Mönchengladbach holte man Johannes van den Bergh (dessen Bruder Lukas schon seit einiger Zeit bei Fortuna II spielt), eine ziemliche Granate für die linke Verteidigerposition, bereits mit Bundesliga-Einsätzen unter Trainer Hans Meyer. Für die rechte Abwehrseite holte man Christian Weber, einen hochinteressanten Mann. Den eiste man aus Griechenland vom AE Larisa los. Interessant ist der deswegen, weil er als gerade mal 24jähriger bereits über hundert Zweitliga-Spiele und zwei Dutzend Erstliga-Einsätze mit Saarbrücken, Greuther Fürth und dem MSV Duisburg auf dem Buckel hat. Weber debütierte bei Saarbrücken bereits als 17jähriger in der 2. Liga, bringt also viel Erfahrung mit, und zeigte auch eine starke Vorbereitung.

Dann eine echte Düsseldorfer Verpflichtung: der in der letzten Rückrunde von Leverkusen nach Osnabrück ausgeliehene Brasilianer mit dem klangvollen Namen Anderson „Bamba“ Soares de Oliveira wurde geholt. Er kam, sah – und verletzte sich direkt beim ersten Training. So soll es sein, so kennen wir es, einer dieser Kategorie muss bei uns dabei sein, sonst würde uns etwas fehlen. Er kam erst relativ spät in der Vorbereitung wieder dazu, zeigte aber im Härtetest gegen Vitesse Arnheim eine ansprechende Leistung, die Hoffnung macht.

Als „Backup“ in der Innenverteidigung wurde Yuki Kozo von JEF United aus Japan verpflichtet. Die Entscheidung für ihn fiel, weil japanische Firmen sich bereit erklärten, sein Gehalt zu übernehmen. Er bleibt zunächst eine Saison und ist dazu da, das Risiko zu minimieren, wenn die Verletzungen mal wieder überhand nehmen. Kaum hatte man sich gedacht, dass das doch ein wenig übertrieben sein könnte – verletzte sich Innenverteidiger und Führungsspieler Langeneke. Na klar. Innenbandeinriss im rechten Knie, Pause auf unbestimmte Zeit. Da könnte unser Mann aus dem Land der aufgehenden Sonne schneller zum Einsatz kommen als er gedacht hätte.

Im Mittelfeld wurde der Konkurrenzkampf richtig geschürt. Mit Oliver Fink aus Unterhaching, der eine starke Vorbereitung spielte und auf der rechten Seite eingesetzt wurde, wurde den Etablierten mächtig Feuer unterm Hintern gemacht. Man legte sogar noch nach und holte Patrick Zoundi, der dieselbe Position spielen kann, quasi ein Ersatz für Ahmet Cebe, ein Fummelkönig erster Garnitur. Der Mann aus Burkina Faso hatte 2001 bis 2005 in Belgien für Lokeren gespielt, bevor er sich ein wenig in Griechenland herumtrieb, bei Vereinen, deren Namen ich leider nicht aussprechen geschweige denn korrekt niederschreiben kann. Da seine Familie in Belgien blieb, zog es ihn jetzt wieder zurück in ihre Nähe. Damit hatte der Trainer jede Position im Mittelfeld doppelt besetzt, im Kampf um den Sechser hatte Stephan Sieger die Nase vor Claus Costa. Aber „der schöne Claus“ gab wieder einmal nicht auf, obwohl er zu Saisonbeginn wie in den Jahren zuvor nicht zum Stamm zählte. Auf der linken Mittelfeldseite hieß das Duell Olivier Caillas gegen Sebastian Heidinger. Auch hier setzte sich zunächst die Routine durchsetzen, zumal Caillas in der Vorbereitung teilweise ganz schön zauberte. Aber man sollte Heidi nicht aus den Augen verlieren, der im April und Mai einer der besten Spieler der Aufstiegself war, besonders als Caillas sich damals mit schwerer Verletzung für den Rest der Saison abmelden musste.

Blieben noch die beiden Platzhirsche Marco Christ und Andreas Lambertz. Marco Christ, der Aufstiegsgarant mit seinen Toren und Vorlagen in den letzten Saisonspielen, uneingeschränkt bester Mann, mit bärenstarker Vorbereitung, machte zunächst den Chef auf dem Platz. Andreas Lambertz, unsere stadtbekannte Wühlmaus, braucht traditionell etwas länger, um in Fahrt zu kommen, dann aber gewaltig. Diesmal hatte er allerdings richtig Pech, er zog sich in der Vorbereitung einen Außenbandriss zu, anscheinend die nicht ganz auskurierte Verletzung aus dem Aalen-Spiel am vorletzten Spieltag, die da wieder zuschlug. Wochenlang fehlte er und stieß erst knapp eine Woche vor Ende der Vorbereitung wieder zum Kader.

Also, im Mittelfeld hatte der Trainer die Qual der Wahl, im Sturm hätte er sowas gerne gehabt. Der Angriff war mal wieder das Sorgenkind des Teams. Oldie Axel Lawaree und „Storch im Salat“ Ranisav Jovanovic sagten zwar beide, dass sie heiß seien auf die neue Saison, leider waren sie in der Vergangenheit auch recht verletzungsanfällig und brauchten lange, um wieder in Form zu kommen. Dahinter standen mit Deniz Kadah und Marcel Gaus nur noch zwei Nachwuchsstürmer. Da musste noch jemand her. Es wurde Dmitri Bulykin, russischer Stürmer vom RSC Anderlecht, ehemaliger Nationalspieler und auch mal eine Saison bei Bayer Leverkusen unter Vertrag, bevor er nach Belgien ging. Ein echtes Schwergewicht, nicht nur von der Statur her. Dem passte sich das Ausleihgeschäft dann auch an, es war ein wenig schwerfällig, diplomatisch formuliert. Oder anders: ein endloser Hickhack, der sich über Wochen hin zog und somit Bulykin der Möglichkeit beraubte, sich mit der Mannschaft einzuspielen. Endgültig klar gemacht wurde das Geschäft erst vier Tage vor dem ersten Pflichtspiel. Immerhin hatte er bis dahin die Vorbereitung in Anderlecht mitgemacht, eine gewisse Fitness durfte also vorausgesetzt werden. Und da uns ja noch einer fehlt, der sich in der Sommerpause stets verlässlich zu Wort meldet, auch wenn er nachgewiesenermaßen keine Ahnung hat, worum es eigentlich geht, hier ist er: Fortuna-Vorstand Hermann Tecklenburg posaunte mal wieder aus, dass er dem Verein jetzt mal einen Klassestürmer spendieren wolle, wie jedes Jahr halt. Er wollte die Ausleihe von Bulykin finanzieren. Dann wurde es lustig: der Tecki setzte sich in den Urlaub nach Mallorca ab, hinterließ aber alle Unterlagen unterschriftsreif. Sagte er. Als der Restvorstand in die letzten Verhandlungen mit Anderlecht trat, fehlte da aber plötzlich wohl doch noch so einiges, wie Vorstandssprecher Frymuth via Presse angesäuert verkündete. Der Tecki war aber anscheinend nicht von seinem Sangria-Eimer auf Malle wegzubewegen, also fand man die Lösung, Bulykin ohne ihn zu finanzieren, durch die neuen Sponsoreneinnahmen. Mir war sehr wohl dabei, denn Tecki hatte es sich zwischenzeitlich anders überlegt und wollte dem Verein das Geld nun nicht mehr nur bereitstellen, sondern über die Zuschauereinnahmen plötzlich auch wieder zurück haben. Und wenn der von einem Verein was will, beschleicht mich sofort ein ungutes Gefühl, schließlich weiß ich noch, warum der KFC Uerdingen zum Ende der Saison 2004/05 seine Lizenz verlor. Wer das nicht weiß, muss es recherchieren, das alles aufzuschreiben habe ich keine Lust. Um den sollte man bei solchen Geschäften einen weiten Bogen machen, so mein Eindruck. Und Fortuna schaffte es dann ja auch. Dann hielten Bulykin und Anderlecht selbst noch den Verkehr auf, indem sie sich über die Modalitäten der Vertragsgestaltung (Anderlecht soll ja einen Teil des Gehalts von Bulykin übernehmen) nicht einig wurden. Aber schließlich klappte es noch rechtzeitig.

Soweit der neue Kader. Und das alles ohne Anschubfinanzierung, man mochte es kaum glauben. Die Vorbereitung verlief eigentlich normal, von den schweren Verletzungen von Lambertz und Langeneke mal abgesehen. Zunächst wurde ordentlich Kondition gebolzt, mit kleineren Einlagen. Beispiel gefällig?

„Wir haben uns mal eine kleine Treppe angeschaut“, wurde Trainer Meier eines schönen Tages zu Beginn der Vorbereitung zitiert. Das war nett ausgedrückt von ihm – auf der Landschaftstreppe der Halde „Norddeutschland“ wurde der Kader satte 359 Stufen hochgejagt. „Ich bin selbst auch gelaufen“, fügt Meier an. „Und zwar vom Auto bis zum Fuß der Treppe.“ Das ehrt ihn – Felix Magath hätte hier sicherlich ein Megafon zum Einsatz gebracht.

Danach ging es ans Spielen, wobei der Trainer zum „Einrollen“ wie üblich klassentiefere Gegner wählte, um auch die Erfolgserlebnisse nicht zu kurz zu gestalten. So gab es allein in den ersten fünf Vorbereitungsspielen 48 Treffer, der höchste Sieg gelang mit 19:0 gegen Randerath/Porselen in der niederrheinischen Walachei. Gegen Ende der Vorbereitung kamen dann noch zwei echte Gradmesser: der rumänische Erstligist FC Vaslui, seines Zeichens Euro-League-Teilnehmer sowie der niederländische Ehrendivisionist Vitesse Arnheim. Beide Spiele wurden 1:0 gewonnen, was ich doch einigermaßen verblüffend fand. Das Team schien gerüstet.

Das sollte es auch sein. Denn zum Auftakt bekam man direkt einen Hammer. Ungläubig verfolgte ich im Juni in der ARD-Sportschau die Auslosung zur ersten Hauptrunde des DFB-Pokals. Verein um Verein wurde gezogen, wir waren nicht dabei. So langsam schaute ich Glücksfee Renate Lingor beim Ziehen der Lose schon zwischen die Beine, sprich: auf den Boden, ob sich die Kugel mit unserem Namen nicht versehentlich dorthin verirrt haben könnte. Dann, als drittletztes Los kamen wir doch noch, und während ich noch überlegte, welcher Verein sich noch im anderen Topf befinden könnte, wurde auch schon der Hamburger SV gezogen. Das hielt ich erst für einen schlechten Witz, aber es stimmte tatsächlich. Nun ist der HSV bekanntermaßen mein heimlicher Zweitverein, deshalb war ich über diese Ansetzung doch etwas unglücklich. Klar wäre das eine nette Partie gewesen – so in etwa ab Halbfinale. Aber gleich in der 1. Runde? Naja, man bekommt halt nichts geschenkt im Leben. Also freute ich mich auf diesen dicken Brocken, der sogar noch live im Fernsehen übertragen wird, wobei der Anstoßtermin deshalb vom Wochenende auf den Montag, 03.08.2009, rutschte. Wir hatten eigentlich keine Chance, also sollten wir die einfach nutzen. Und anschließend konnte das Abenteuer 2. Liga nach 10 Jahren beginnen.


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