22. – 25. Spieltag

Wenn keiner will, dann machen wir es halt

Der Winter scheint vorbei zu sein. Und seit wieder regelmäßig Fußball gespielt wird in der Oberliga Nordrhein, kristallisiert sich heraus, dass uns niemand mag. Die wollen uns alle nicht! Und daher setzt man momentan alles daran, uns los zu werden. Der pfiffige Plan scheint aufzugehen, wobei wir aber auch eigensinnig sind: wenn uns keiner mag, dann gehen wir eben, unter Zurücklassung des ein oder anderen Trinkgeldes in Form von hohen Zuschauerzahlen bei Auswärtsspielen.

Womit wir beim Thema „Spielen“ wären. Jawohl, es ging wieder! Das Spiel am 07.03.2004 bei Borussia Wuppertal fand tatsächlich statt, auch wenn im Stadion Am Zoo in den Tagen zuvor noch ordentlich Schnee geräumt werden musste. Die Reste hiervon fand man, zu großen Haufen zusammen geschoben, hinter beiden Toren und an den Seitenlinien des Spielfelds wieder. Aber immerhin war das Spielfeld frei. Man ist ja dankbar für alles, sogar für schneefreie Spielfelder im März. So weit ist es also schon gekommen.

Zumal die Wuppertaler vor diesem Spiel noch ganz andere Sorgen hatten. Wie in der Winterpause bereits berichtet, wurde nunmehr entgültig beschlossen, dass Borussia Wuppertal und der Wuppertaler SV zur neuen Saison fusionieren und dann unter dem neuen Namen Wuppertaler SV Borussia antreten werden. Die Jahreshauptversammlung mit der alles entscheidenden Abstimmung bei Borussia fand am Abend des 04.03.2004 statt. Am selben Morgen wurde ein Überfall auf das Vorstandsmitglied Michael Busch verübt. Als er zur Arbeit fahren wollte, gingen zwei Gestalten mit Baseballschlägern und Reizgas auf ihn los und verletzten ihn. Zeitgleich wurden die Reifen am Fahrzeug eines anderen Vorstandsmitgliedes und Fusions-Befürworters, Hans-Gerd Krieger, zerstochen. Die jeweiligen Täter konnten bislang nicht ermittelt werden, die Abstimmung ging ohne Probleme über die Bühne und endete mit einer klaren Mehrheit für die Fusion. Erstaunlich allerdings, dass es selbst bei einem Verein, der über geschätzt 50 Fans verfügt, anscheinend immer noch genug Spinner gibt, die sich mit den Möglichkeiten, die eine Vereinssatzung so bietet, nicht anfreunden können. Umso verwunderlicher, da der Verein Borussia Wuppertal selbst erst Anfang der 80er Jahre aus einer Fusion der völlig zurecht in der Geschichte der Namenlosen entschwundenen Vereine Germania und VfL Wuppertal entstanden ist. Wild West im tristen Tal an der Wupper.

Entsprechend verwirrt stolperten die Spieler der Borussia am darauf folgenden Sonntag zunächst über den Platz. Die Fortunen wiederum schienen von den im Stadion angehäuften Schneemassen gleichermaßen verstört worden zu sein, denn sie liefen in der ersten Halbzeit auch mehr im Zickzack über den grünen Rasen, so dass es den Anschein hatte, sie wollten eher imaginären Schneebällen ausweichen anstatt Fußball zu spielen. Immerhin gelang in diesem absoluten Gähner Lorenzón der Führungstreffer, als Böcker eine Flanke nach kurzer Ecke per Kopf verlängern und Lorenzón die Kugel mit demselben Körperteil versenken konnte. Ansonsten wüsste ich nicht, was von dieser Halbzeit noch berichtenswert gewesen wäre.

Das änderte sich dann allerdings in der zweiten Halbzeit, als Fortuna den Gegner förmlich an die Wand spielte. 15:0 Ecken, sag ich nur. Allein Tytarchuk tauchte dreimal frei vor Torwart Schulz auf, aber ein solcher Name steht natürlich auch für deutsche Gründlichkeit. An diesem Tag hielt der alles, was auf seinen Kasten kam, und als er mal nicht mehr retten konnte (wieder bei einem Schuss von Tytarchuk), da half ihm die Torlatte. Von Borussia Wuppertal weit und breit nichts zu sehen, die konnten die Kugel gar nichts schnell genug hinten raus pöhlen, wie sie wieder zurück kam. Klare Sache also.

Genau, denn solche Spiele enden dann natürlich 1:1. Die Wuppis kamen ein einziges Mal nach vorne, sieben Minuten vor Schluss, langer Ball auf Torjäger Benedyk, aber von dem war bis dahin nichts zu sehen, ergo hatte die Fortuna-Abwehr den Herrn völlig aus dem kollektiven Gedächtnis verdrängt. Deshalb stand er völlig frei, nahm die Kugel mal versuchsweise volley – und traf. Eigentlich unglaublich, aber wahr. Eine gerechte Strafe für das Auslassen von mindestens sechs glasklaren Einschussmöglichkeiten in der zweiten Halbzeit. Bei solchen Spielen muss man hinterher froh sein, dass es noch einen Punkt gibt, und nicht in der Nachspielzeit der Siegtreffer für den Gegner fällt. Selten zwei so eindeutig verschenkte Punkte die Wupper runtergehen sehen.

Kurz vor Schluss musste noch die Statistik befriedigt werden, Nicolaj Hust, der mir nicht nur in diesem Spiel durch eine teilweise recht nicklige Spielweise auffiel, marschierte mit Gelb/Rot vom Platz. Somit haben wir in dieser und der letzten Saison vier Spiele gegen Borussia Wuppertal absolviert, in jedem Spiel ist ein Spieler des Feldes verwiesen worden. Und um die Statistik auch noch schön abzurunden, war es in den Spielen in Wuppertal jeweils ein Düsseldorfer, in Düsseldorf hingegen jeweils ein Wuppi, der vorzeitig zum Duschen geschickt wurde. Vielleicht sollte man auch solche Wetten mal bei diversen Zockerbuden einrichten – das hätte eine schöne Quote gegeben, denn die Wahrscheinlichkeit, dass so etwas viermal hinter einander eintritt, ist doch verhältnismäßig gering. Aber wir können ja bekanntlich alles.

Abschließend durften wir uns noch auf touristische Entdeckungsreise begeben. Wenn man auf dem Parkplatz direkt vor dem Haupteingang des Stadions parkt (ein Unterfangen, das nur zu empfehlen ist, wenn man frühzeitig anreist, da es sich bei diesem Parkplatz auch um denjenigen handelt, den die Zoo-Besucher nutzen, und der daher am Wochenende relativ schnell ausgelastet ist), so ist man schnell im Stadion, allerdings umso langsamer wieder weg, weil nur eine Straße vom Parkplatz zur Hauptstraße führt. Man hat sogar so viel Zeit, um auf die Idee zu kommen, einfach mal anstatt rechts raus links hoch zu fahren. Und dann kommt man in den Genuss einer hochalpinen Bergetappe, die Straße führt in einigen Serpentinen den Berg hoch, lässt einen schönen Blick auf das Stadion von oben zu, und schlängelt sich auf der anderen Seite wieder hinunter zur Hauptstraße. Nur für Schwindelfreie zu empfehlen.

Als nächstes Heimspiel stand am 12.03.2004 die Partie gegen SW Essen an, rein zufällig (natürlich) nahezu exakt ein Jahr nach dem letzten Aufeinandertreffen der beiden Teams am Flinger Broich am 08.03.2003. Es war ein Freitag Abend, es goss in Strömen, der Wind pfiff ordentlich unters Tribünendach – beste Bedingungen, ein echtes Graupenspiel zu sehen. Und in der Tat, stellvertretend für die gesamte erste Halbzeit der Fortuna sei hier die Bewertung von Fortuna-Trainer Morales nach dem Spiel genannt: „Ich habe in der ersten Halbzeit gerätselt, ob ich Trainer dieser Mannschaft bin. Ich war mir nicht sicher.“ Na, und wenn selbst der Trainer es nicht mehr so genau weiß, was soll dann der gemeine Zuschauer noch wissen? Also, keine Ahnung, wer da in der ersten Halbzeit auf dem Feld stand – aber das war nicht nett. Da klappte überhaupt nichts, eine einzige Torchance wurde, auch eher zufällig, heraus gespielt, ansonsten war es interessanter, zuzusehen, wie die Stehränge in der Regenflut so langsam untergingen. Und einen Essener Konter zu beobachten, blitzsauber vorgetragen und von zwei Spielern abgeschlossen, die im Hinspiel, wenn auch eher unbeabsichtigt, noch zum Sieg der Fortuna beigetragen hatten: auf links ging Stöhr, im Hinspiel noch des Feldes verwiesen, auf und davon, lockte auch Torwart Deuß aus seinem Gehäuse, passte dann nach innen, und dort stand der Herr Möllensiep, im Hinspiel noch Kunstschütze mit Volleyknaller an die Latte kurz vor Spielschluss, der diesmal beim besten Willen nicht daneben zielen konnte, aus fünf Metern und bei leerem Tor. Führung für Essen, noch nicht einmal unverdient, was natürlich bei deren Fan-Gemeinde großen Jubel auslöste. Und zwar bei exakt 24 Leuten, die ich im Gäste-Block zählte. Immerhin eine gewaltige Steigerung, fast um das Dreifache, denn im Jahr 2003 waren sie nur zu neunt gewesen, und damals stand Essen auf Platz 4, während sie momentan gegen den Abstieg kämpfen. Ihre Zaunfahne hatten sie allerdings auch diesmal wieder vergessen. Ja, manchmal hat man es nicht leicht als Fan.

Aber genug Trübsal geblasen, kommen wir doch zur zweiten Halbzeit, zu jener 55. Minute, die das Spiel entschied. Der Trainer, der wohl in der Pause auch etwas lauter geworden war, wechselte nämlich relativ frühzeitig den genesenen Stürmer und Publikumsliebling Frank Mayer ein, um für mehr Schwung zu sorgen. Wir erinnern uns, dass er sich im November beim Spiel gegen Fortuna Köln schwer verletzt und seitdem verbissen um Anschluss ans Team gekämpft hatte. Einen ersten Kurzeinsatz hatte er schon in Wuppertal, allerdings nur einige Minuten vor Schluss, in denen er immerhin seine alte Gefährlichkeit andeutete, indem er mit letztem Einsatz noch einen Elfmeter zu schinden versuchte. Aber diese paar Minuten zählen nun wirklich nicht, so dass sein „richtiges“ Comeback an jenem Freitag erfolgte, von den Fans stürmisch gefeiert und in „seinem Wohnzimmer“ Flinger Broich.

Lehnen wir uns also gemütlich zurück und verfolgen den ersten Auftritt des Stürmers an heimischer Stätte seit mehr als drei Monaten ganz minutiös. Wobei dieser Begriff eindeutig zu hoch gegriffen ist, wie wir sehen werden.

55. Minute: Tytarchuk muss ausgewechselt werden, er hat sich an der Schulter verletzt. Frank Mayer steht an der Seitenlinie bereit, stürmischer Beifall von den Rängen. Tytarchuk geht vom Platz, Mayer läuft auf, es knistert im Lautsprecher, die Stimme von Dieter Bierbaum, in der Pause für seinen 600. Auftritt als Stadionsprecher bei einem Heimspiel geehrt, erklingt: „Zweiter Wechsel bei Fortuna…“, Mayer trabt nach vorne, das Spiel wird wieder frei gegeben, „…aus dem Spiel: Sergii Tytarchuk…“ , langer Pass eines Fortunen ins Nirwana auf den völlig allein vor dem eigenen Tor stehenden Essener Libero Köster, Mayer schaltet den Turbo ein, um schneller warm zu werden, „…neu im Spiel…“, Köster will zum Torwart zurück spielen, sieht den heran stürmenden Mayer und denkt wahrscheinlich: Was ist das denn?, „…mit der Nummer xy…“, Köster stolpert über seine eigenen Füße, der Ball kullert Mayer vor die selbigen, „…Frank Mayer!“, der tickt die Kugel einmal an, läuft auf den Torwart zu und wird von Köster unfair gebremst. Elfmeter für Fortuna, Rot für Köster wegen Notbremse, handgestoppt waren 14 Sekunden vergangen, seitdem Mayer das Spielfeld betreten und mit einer einzigen Ballberührung das Spiel gedreht hatte. Unglaublich, unfassbar, unerreicht! Bei diesem Anblick musste sich jeder auf das Comeback von Axel Bellinghausen freuen, der gegen Essen wegen einer Rückenverletzung ausfiel!

Der Rest ist schnell erzählt, Zeyer machte den Elfmeter rein und avancierte neben Mayer auch gleich zum Spieler der zweiten Halbzeit, trieb die Mannschaft nach vorne, legte Ouejdide das 2:1 auf und schoss die Ecke, die Wronischwesky, hart bedrängt von? natürlich Mayer, zum 3:1 per Kopf im eigenen Tor versenkte. Am Ende war alles gut, die Essener hätten sich auch über einen vierten oder fünften Gegentreffer nicht beschweren können, und Mayer ist schon wieder ganz der Alte und holte sich, nachdem er sich nach einem vermeintlich erzielten Treffer, der wegen Abseitsstellung nicht gegeben wurde, schon prophylaktisch wieder mal das Trikot über den Kopf gezogen hatte, die ungefähr 700. überflüssige Gelbe Karte seiner Fortuna-Karriere ab. Er scheint also wirklich wieder da zu sein. Ich gebe zu, auch ich habe ihn vermisst, auch wenn er vom dynamischen Duo Tytarchuk/Ouejdide in der Rückrunde bislang gut vertreten wurde. Aber die können ja nun auch nicht in jedem Spiel treffen. Gut zu wissen, dass man einen Frank Mayer hat, der praktisch beim Warmlaufen schon wieder Spiele entscheiden kann.

Verkehrte Welt: alle freuen sich, nur der Torschütze ist am Boden zerstört

Da somit dieser Spieltag fortuna-technisch bereits am Freitag Abend gelaufen war, konnte man am Samstag ja mal schauen, was sonst in der Oberliga los ist. Also gucken wir doch, was hier in Bonn so geht. Abstiegsduell gegen Union Solingen. Das musste die Massen doch mobilisieren! Und wie, es waren bestimmt 250 Zuschauer da, davon 100 aus Solingen. Ganz tolle Stimmung. Dem Ortsunkundigen sei hiermit auf den Weg gegeben, dass in den Bonner Sportpark Nord 12.000 Zuschauer hinein passen würden, nur um die Relation zwischen Anwesenden und ganz viel freiem Raum mal verständlich darzustellen. So wurde es ein gemütlicher Nachmittag mit einem grottenschlechten Spiel, das Union Solingen 2:0 gewann. Nicht, weil sie irgendwie besser waren als Bonn, sondern weil sie mehr Zweikämpfe gewannen. Und wie: alle drei Bonner Auswechslungen erfolgten verletzungsbedingt, als jeweils ein Solinger mal wieder voll durchgezogen hatte. Der Bonner Mannschaftsarzt verbrachte mehr Zeit auf dem Platz als auf der Bank, der Schiri verteilte Gelbe Karten, als wenn das am nächsten Tag verboten worden wäre, kam aber ohne Platzverweis aus, was mich doch ein wenig erstaunte.

Was diesen Nachmittag im gähnend leeren Sportpark so erinnerungswürdig werden ließ, waren die (insgesamt!) circa zehn Bonner und Solinger Fans, die das Spiel gemeinsam an einem Wellenbrecher verfolgten, aufgrund der wohl nicht zum ersten Mal zu beobachtenden „Leistungen“ ihrer Teams am Spiel auch nicht übermäßig interessiert waren und als Folge dessen allerlei kreative Fangesänge zum besten gaben. Zuvorderst wäre natürlich zu erwähnen, dass es in der Bonner Mannschaft keine Weicheier geben darf! Und es waren auch keine, sie standen zumeist tapfer wieder auf, wenn sie mal wieder von einem Solinger nieder geknüppelt worden waren. Und zwar angetrieben von den eigenen Fans, die, sobald ein Bonner Spieler mit schmerzverzerrtem Gesicht auf dem Rasen liegen blieb, ultimativ forderten: „Steh auf, wenn du Bonner bist!“ Ja, hier wird noch ordentlich motiviert! Dass Bonn in diesem Spiel in der zweiten Halbzeit einen (in der Winterpause neu verpflichteten) Spieler einwechselte, der gleichzeitig der 31. (!!) Spieler war, der in dieser Saison das Trikot des BSC auf dem Platz spazieren tragen durfte, nahmen die Fans zum Anlass, um unmittelbar nach dem 0:1 unisono zu fordern: „Zehn neue Spieler, wir brauchen zehn neue Spieler!“ Dabei haben sie doch erst in der Winterpause sieben Neue bekommen! Aber sie kennen halt ihren Präsidenten, und in der Tat holte dieser in der Woche nach dem Solingen-Spiel noch einen Neuen von Yurdumspor. Schön, wenn so auf die Fans eingegangen wird!

Es wurde auch noch demonstriert, dass es in einem Fußballstadion Wichtigeres als Fußball gibt, denn in Anbetracht des Langeweilers, der sich vor ihren Augen abspielte, und der Tatsache, dass sie wohl auch, genau wie ich, vor dem Spiel am Imbissstand mit einer eiskalten Bockwurst abgespeist worden waren, machten sich die Fans lieber Appetit aufs Abendessen und forderten unmittelbar vor der Halbzeitpause: „Gyros, Tzaziki, und dazu Salat!“ Ein Warnschuss für den Caterer! Und auch ich kann nur warnend sagen, wenn der auch am 02.05. so „schnell“ arbeitet und dazu noch solche „Speisen“ anbietet, dann garantiere ich für gar nix.

Da es aber direkt vor dem Stadion einen griechische Pommesbude gibt, schienen sich die Leid geprüften Anhänger des Bonner SC in der Halbzeit tatsächlich neu verpflegt zu haben, denn nach der Pause forderten sie plötzlich: „Kaffee, Bacardi, und dazu ein Bier!“, während beide Mannschaften weiter vor sich hin stümperten. Großer Humor dann auch noch von den Solingern, die angesichts der Tatsache, dass ihre Mannschaft auswärts ausnahmsweise mal nicht die Hucke voll bekam, begeistert ausriefen: „Spitzenreiter, ungeschlagen – nächstes Jahr!“ Meinetwegen, solange wir dann nichts mehr damit zu tun haben, gerne.

Ein ganz großer Nachmittag also im Bonner Sportpark Nord. Und bei schönem Wetter durchaus zu empfehlen, auf der Gegengeraden kann man sich prima sonnen.

Übrigens wurde der allmächtige Präsident des Bonner SC am darauf folgenden Montag mit den Worten zitiert: „Mit dem Abstieg werden wir trotzdem nichts zu tun haben, und in der neuen Saison sieht das Team sowieso wieder anders aus.“ Schön, wenn man die eigene Einkaufspolitik, die sich allein in und nach der Winterpause in 6 Abgängen und 8 Neuverpflichtungen manifestierte, mit einem einzigen Halbsatz ad absurdum führen kann. Ich hoffe, jemand hat dem Mann in der Zwischenzeit auch mal eine Zeitung gekauft, dann hat er vielleicht auch nachgelesen, dass sein Team nach vier Pleiten in Folge sehr wohl auf einem Abstiegsplatz steht und dass der Verein, der unter seinem rangiert, Viktoria Köln, sogar noch zwei Spiele weniger hat. Frei nach dem Motto: wir tagträumen uns in die Verbandsliga. Viel Spaß dabei.

Es soll aber natürlich nicht verschwiegen werden, dass in der Zeitung auch zu lesen stand (nach dem Sieg gegen Fortuna Köln und dem Unentschieden gegen Yurdumspor, vor dem Grottenkick gegen Solingen), dass es derzeit wohl wirklich rund laufe beim BSC, sogar die Februar-Gehälter seien fast pünktlich, nur mit zwei Tagen Verspätung, überwiesen worden. Da gratulier ich aber. Wer kann das schon von sich behaupten?

Fortuna Köln zum Beispiel nicht. Vor dem Spiel am 21.03.2004 gegen Union Solingen platzte nämlich mal wieder ein zugesagter Scheck von „Mäzen“ Rauball. Die Spieler hatten zu diesem Zeitpunkt im neuen Jahr noch kein Geld gesehen. Die Kölner stehen also wieder mal vor dem Aus, und langsam bin ich wirklich gespannt, mit welchem Kniff sie das jetzt wieder hinbekommen. Was die Mannschaft von ihren Zukunftsaussichten so hält, demonstrierte sie anschließend eindrucksvoll mit einem 1:5 bei den abstiegsgefährdeten Klingenstädtern sowie der nachfolgenden 0:2-Heimpleite gegen Adler Osterfeld. Adiós, kleine Fortuna.

Womit wir schon beim nächsten Spieltag wären. Der Gegner hieß 1.FC Kleve und war mit äußerster Vorsicht zu genießen. Die kämpfen zwar noch gegen den Abstieg, hatten aber bis dato in der Rückrunde durch sehr gute Ergebnisse aufhorchen lassen. Da wurde sowohl Yurdumspor als auch Leverkusen jeweils ein Punkt abgeknöpft (jeweils 1:1) und Velbert gar ordentlich vorgeführt. Die wussten gar nicht wie ihnen geschah, spielten sie doch auf heimischer Scholle und zeitweise sogar in Überzahl, trotzdem verloren sie mit 1:4. Kleve also auch noch auswärtsstark. Da passte es ja richtig, dass die Klever ihr Heimspiel gegen Fortuna aufgrund von Sicherheitsbedenken im Krefelder Grotenburg-Stadion austrugen, welches vom eigentlichen Spielort weiter entfernt liegt als von der Heimstatt der eigentlichen Auswärtsmannschaft. Aber es war dennoch eine weise Entscheidung. Nicht in bezug auf irgendwelche besonderen Vorkommnisse, die circa 3.000 Fortuna-Fans, die an jenem ungemütlichen Sonntag den Weg ins Stadion fanden, waren durchweg friedlich und positiv gestimmt. Aber im Klever Stadion hätte es für diese 3.000 leider nur 500 Karten gegeben (10 % des Gesamtkontingents), und das hätte wahrlich zu Problemen führen können. Also traf Kleve eine salomonische Lösung: Heimrecht futsch, dafür Kohle in der Kasse.

Man kann das Spiel mit einer einzigen Frage zusammen fassen, die ich mir nach Spielschluss stellte: warum fahre ich zum zweiten Mal binnen vier Wochen nach Krefeld, wenn doch wieder dasselbe rauskommt? Wieder 2:1 gewonnen, wieder Siegtreffer ganz kurz vor Schluss, wieder erzielt von Ouejdide, wieder vorbereitet vom wieder kurz zuvor eingewechselten Bellinghausen. Eine exakte Kopie des Pokalspiels gegen den KFC Uerdingen im Februar. Aber auch nur, wenn man diese Stichworte betrachtet.

Während die Mannschaft gegen Uerdingen nämlich noch eine der besten Saisonleistungen abgeliefert hatte, war es gegen Kleve eher die entgegen gesetzte Variante. Der Aufsteiger hielt mühelos mit, war zeitweise die bessere Mannschaft und hätte mindestens einen Punkt locker verdient gehabt. Wenn sie nicht zum Schluss zu übermütig gewesen wären…

Aber nette Tore gab es zu bestaunen. Zunächst das 1:0 für Fortuna nach einer knappen Stunde Spielzeit durch Tytarchuk, bestens unterstützt von Kleves Lipinski, der dem Stürmer den Ball zunächst mittels Fehlpass am Strafraum vorlegte und dessen Schuss dann noch abfälschte. Und was dann kam, dazu sag ich nur: Wim Kieft! Der ein oder andere ältere Leser wird sich noch erinnern können an das legendäre Tor des niederländischen Stürmers gegen Irland bei der EM 1988 in Deutschland, mit dem er sein Team ins Halbfinale köpfte. Genau wie damals Kiefts Kopfball, mit dem er einen abgefälschten Schuss weiter leitete, einen irren Bogen um den irischen Torwart machte, um anschließend neben dem Pfosten ins Tor zu hoppeln, genau so beschrieb der Ball nach Tytarchuks Schuss und Lipinskis Abwehrversuch einen eleganten Halbkreis um den Klever Torwart herum und eierte ins Netz, während der Keeper verzweifelt hinterher krabbelte. Bei so was sieht der Torwart natürlich immer schlecht aus, trotzdem war der Ball unhaltbar. Tja, solche Tore bekommt man halt nur bei einer EM und in der Oberliga geboten!

Fünf Minuten später war die Führung allerdings wieder dahin, auch weil das Wetter gegen uns war. In der ersten Halbzeit, als Fortuna gegen den Wind spielte, gab es Böen mit bis zu 80 km/h, die den ein oder anderen Düsseldorfer Pass oder Befreiungsschlag schon mal mitten in der Luft zum Stehen brachten und anschließend zur Umkehr zwangen. Pünktlich mit dem Beginn der zweiten Halbzeit, als wir uns auf Torschüsse aus 45 Metern Entfernung freuten, war es plötzlich so gut wie windstill! Und ebenso pünktlich nach unserer Führung ging ein Hagelschauer nieder, dass es nur so eine Pracht war. Und während wir Großstädter uns noch schutzsuchend umblickten, waren die Klever Landjungs in ihrem Element und zeigten sofort, was sie drauf hatten: ein erstklassiger Angriff über links, mit schönem Doppelpass die gesamte linke Seite geöffnet, Ex-Fortuna Putsila schlenzte die Kugel mit dem rechten Außenrist nach innen und Eroglu verwertete per Direktabnahme. Ein Tor, von dem jeder Coach träumt, weil einmal in seiner Karriere eine Trainingsübung 1:1 umgesetzt wurde. Toller Treffer.

Aber der schon angesprochene eigene Übermut besiegte den Aufsteiger. Der Hagelschauer war kurz nach dem Treffer Geschichte, die Sonne kam heraus, und die Klever merkten, dass in diesem Spiel noch mehr zu holen war. Und sie wollten den Tabellenführer spielerisch in die Knie zwingen. Und so was geht dann schon mal in die Hose.

85. Minute: Fortunas linker Verteidiger Fregene schlägt einen Ball auf die linke Außenbahn in der gegnerischen Hälfte. Guter Einsatz, schöne Schusstechnik, das Spielgerät ging auch nicht ins Seitenaus – kleiner Schönheitsfehler: da draußen stand niemand. Und dann der entscheidende Lapsus: ein Klever Abwehrspieler holt sich die Kugel, anstatt sie ins Toraus rollen zu lassen, und will von hinten das Spiel aufbauen. Ein, zwei kurze Zuspiele in der Abwehr, dann wird der Raum zu eng, der Befreiungsschlag gerät zu kurz, Niestroj fängt den Ball ab, leitet weiter auf Bellinghausen, der flankt, Ouejdide hält den Fuß hin – 2:1. So einfach, und doch so tragisch. Ich bezweifle mal, dass die Fortuna ohne diesen Patzer noch einen Treffer erzielt hätte. Kleve war stark, in dieser Situation allerdings anscheinend zu stark. Und das ist der Grund, warum die einen gegen den Abstieg und die anderen um den Aufstieg spielen. Auch wenn der 1.FC Kleve für seinen Auftritt an jenem Sonntag ordentlich Respekt verdient hatte, die Punkte waren trotzdem futsch, und ich war froh, zehn Minuten später ein Dach über dem Kopf zu haben, als direkt nach Schlusspfiff noch ein ordentlicher Wolkenbruch über dem Stadion niederging. Jaja, selbst der Himmel weint, aber wir nehmen trotzdem die Punkte mit…hart muss man sein, auch wenn es manchmal schwer fällt.

Krefeld, 21.03.2004, ca. 16.15 Uhr: die Frisur sitzt, und Fußball kann auch noch gespielt werden.
Frühlingsanfang in der Oberliga Nordrhein.

Der März klang dann aus mit dem gestrigen Heimspiel gegen die SSVg Velbert. Da will ich ebenso kurzen Prozess machen wie die Mannschaft es tat. Bereits nach zehn Minuten hätte Ouejdide zwei Treffer machen müssen, aber er vergab zweimal frei stehend, einmal per Kopf, einmal mit dem Fuß. Bis zu diesem Zeitpunkt war Velbert noch nicht einmal kontrolliert über die Mittellinie gekommen. Die Mannschaft von Spielertrainer Marek Lesniak, der diesmal jedoch nur auf der Bank Platz nahm, war mit Abstand der schwächste Gegner im Jahr 2004. Nur bemüht, die Kugel hinten heraus zu hauen, demonstrierten sie, wie wirkungsvoll Pressing sein kann, in dem sie sich, frühzeitig von den Fortunen angegangen, in der Abwehr zahlreiche Stockfehler leisteten, die immer wieder zu Chancen führten. Das 1:0 war nur noch eine Frage der Zeit. Es fiel dann auch in der 35. Minute und demonstrierte die ganze Hilflosigkeit des Gegners: erst vernaschte Bellinghausen auf der rechten Seite drei Abwehrspieler, dann flankte er. Der Ball wurde abgeblockt, kam zu Bellinghausen zurück, der das Kunststück fertig brachte, dieselben drei Gegenspieler nochmals stehen zu lassen! Einem dieser hüftsteifen Herren reichte es dann aber auch und er beendete mittels Bodycheck diesen Lauf des Fortuna-Linksaußen, bei dem auch ein Stefan Lindemann noch leicht neidisch hätte werden können. Den anschließenden Freistoß haute Niestroj derart hart nach innen, dass sich kein Velberter traute, auch nur irgendein Körperteil in die Flugbahn zu halten, ganz im Gegensatz zu unserem Argentinier Lorenzón, der sich per Flugkopfball in den Schuss wuchtete und anschließend sogar über sein Tor jubeln konnte und nicht mit Gehirnerschütterung ausgewechselt werden musste. Hochverdienter Führungstreffer gegen einen harmlosen Gegner, der kein Bein auf die Erde bekam.

Als es trotz weiterer bester Chancen nach 70 Minuten immer noch 1:0 stand, beschlich den einen oder anderen der 5.400 Zuschauer ein déjà-vu. Hatten wir das nicht schon mal? Und war es auch noch gar nicht so lange her? In der Tat, die Parallelen zum Spiel Anfang März gegen Borussia Wuppertal waren überdeutlich. Ungezählte Torchancen, aber nur ein Tor, auch wieder durch Lorenzón, ein Gegner, der an Harmlosigkeit nicht zu überbieten war, aber stark gemacht wurde, als er sah, dass die Fortunen nicht nur aus besten Gelegenheiten keinen Treffer machten, sondern im Laufe des Spiels auch zunehmend lässiger auf Ergebnis-Verwaltung spielte. Alles schon mal gesehen.

Aber wir wollen es mal nicht übertreiben. Solche Übereinstimmungen in Kleinigkeiten sind natürlich Zufall. Man muss ja nicht immer alles haarscharf analysieren, vergleichen, aufrechnen. Velbert ist nicht Wuppertal.

Genau, und weil Velbert nicht Wuppertal ist, machten sie nicht nur den Ausgleich, sondern zwei Minuten später auch noch den Siegtreffer, beide durch einen Herrn Badur, und das Ding war verloren. Eine solch überflüssige Niederlage habe ich selten gesehen. Vielleicht war es auch ausgleichende Gerechtigkeit für den glücklichen Sieg eine Woche zuvor gegen Kleve. Denn dass das Endergebnis dem Spielverlauf nach ein schlechter Witz war, konnte selbst der eingefleischteste Velbert-Fan nun wirklich nicht abstreiten. Aber wenn man nach einer Stunde das Spiel aus der Hand gibt, weil man der Meinung ist, der Gegner ist so schwach, dass irgendwann auch ohne große Anstrengung das vorentscheidende zweite Tor fällt, dann darf man sich nicht wundern, wenn man binnen zwei Minuten plötzlich zurück liegt und sich davon nicht mehr erholt. Wobei die Niederlage wirklich Angst machen muss, wenn man sieht, wie Velbert die ersten 60 Minuten gespielt hat. Dann aber zeigten sie die Cleverness einer Mannschaft aus der Spitzengruppe, genau jene Spitzengruppe, deren Vereine jetzt im April gegen uns antreten müssen. Es hätte der erste richtig große Matchball werden können, er wurde letztlich kläglich vergeigt, statt 3:0 zur Halbzeit 1:2 zum Schluss. Das will erst mal verdaut sein. Unser größter Gegner sind wir selbst.

Apropos Gegner: das bringt mich auf die Einleitung zu diesem Kapitel. Denn während Fortuna sich im März mehr schlecht als recht durch die Meisterschaft kämpfte und deutliche Formschwankungen erkennen ließ, leistete sich die Konkurrenz den Luxus, diese Chancen nicht zu nutzen. Wahrscheinlich haben die alle schon aufgegeben. Yurdumspor verlor 1:2 gegen Düren, spielte gegen die Abstiegskandidaten aus Bocholt und Bonn nur Unentschieden, Mönchengladbach verlor in Osterfeld, Velbert verlor in Essen und zuhause gegen Kleve, Leverkusen verlor viermal, besonders peinlich das 2:5 in Freialdenhoven sowie das 1:3 beim Tabellen-16. Bocholt, gewann jedoch immerhin mit 3:0 beim Tabellenletzten Bergisch Gladbach. Und auch dieser Sieg sieht nur auf dem Papier relativ eindeutig aus, denn es wurden drei Bergisch Gladbacher des Feldes verwiesen (man müsste Trainer Bartsch noch hinzu zählen, also eigentlich vier), und Leverkusen erhielt drei Elfmeter, war aber so höflich, einen zu verschießen und wenigstens ein Feld-Tor erzielen. Klingt nach überragender Schiedsrichter-Leistung. Die Ergebnisse sahen alle so aus, als wollte man uns mit Gewalt los werden, denn zum einen konnten wir schlecht spielen wie wir wollten, es reichte immer noch, um nur einmal als Verlierer vom Platz zu gehen, zum anderen verlieren die anderen Teams der Spitzengruppe derzeit in beeindruckender Regelmäßigkeit selbst sogenannte „leichte“ Spiele. Auch mucken die Teams im Tabellenkeller auf, mit Ausnahme von Bergisch Gladbach, das man wohl abschreiben kann. Überragend in den letzten Wochen vor allem die Erntedankhelfer aus Freialdenhoven: erst 5:1 gegen Solingen, dann 5:2 gegen Leverkusen. Dann kam Borussia Wuppertal. Die hatten eine Woche zuvor gegen uns 1:1 gespielt und dies wohl ein wenig zu heftig gefeiert. Freialdenhoven haute die Wuppis mit einem unfassbaren 8:2 weg, und so mancher Funktionär des Wuppertaler SV wird angesichts dieses Ergebnisses erbleicht sein und gedacht haben: O Gott, und so was tritt nächste Saison als unsere Zweite Mannschaft an.

Und so ist der Abstiegskampf derzeit spannender als das Aufstiegsrennen, denn ab Platz 10 könne sich derzeit noch alle Mannschaften vorsichtshalber Routenplaner für die Verbandsliga zurecht legen (wenn sich auch Freialdenhoven und Ratingen ein bisschen nach oben absetzen konnten), während wir an der Tabellenspitze einsam unsere Kreise ziehen. Einziger ernsthafter Verfolger sind derzeit die Mönchengladbacher Amateure mit zehn Punkten Rückstand, Yurdumspor und Velbert weisen 13, Leverkusen gar 16 Punkte Differenz auf.

Aber Vorsicht ist die Mutter der Porzellankiste! Der Vorsprung ist komfortabel, der entscheidende Monat kommt allerdings noch. Aufgrund der ganzen Spielabsagen im Februar sind nämlich jetzt für den April sage und schreibe sieben Partien angesetzt! Hier schnell die Termine, damit ich mich damit beim nächsten Kapitel nicht lange aufhalten muss:

Sonntag, 04.04.2004: Fortuna – PSI Yurdumspor Köln
Mittwoch, 07.04.2004: Borussia Freialdenhoven – Fortuna (in Solingen)
Montag, 12.04.2004: Fortuna – Bergisch Gladbach (Ostermontag, Anpfiff 17.00 Uhr)
Sonntag, 18.04.2004: Borussia Mönchengladbach (A) – Fortuna (dürfte wohl auf dem Bökelberg stattfinden)
Mittwoch, 21.04.2004: Union Solingen – Fortuna (schon wieder in Solingen, gähn)
Sonntag, 25.04.2004: Fortuna – 1.FC Bocholt
Mittwoch 28.04.2004: Fortuna- Bayer Leverkusen (A)

Man sieht, da kann man auch mal gepflegt einen komfortablen Vorsprung in nur einem Monat verspielen, denn es warten einige ganz dicke Brocken. Und wie so etwas ausgehen kann, wenn man überlegen spielt, das Tor nicht trifft, und sich dann sagt, dass ein Törchen auch reichen wird, das haben wir gestern gesehen. Und die ganzen Strategen, die jetzt schon von der Regionalliga reden, hoffentlich auch.

Man darf gespannt sein, wie die Mannschaft diesen Schock wegsteckt. Ein Sieg nächste Woche gegen Yurdumspor wäre natürlich die beste Reaktion. Zumal eins ja schon zur Motivation reichen muss: es war im Hinspiel in Köln, als wir durch einen Treffer in der Nachspielzeit die Tabellenspitze der Oberliga Nordrhein erklommen. Seitdem haben wir sie nicht mehr verlassen. Ich will nicht hoffen, dass sich das Laufe der nächsten Wochen noch ändert. Denn mal ehrlich: wenn die Mannschaft diesen Vorsprung wirklich noch vergeigt – wer von uns soll sich dann ab Ende Mai noch einmal aus dem Haus trauen?

Will auch im Juni unter blauem Himmel wandeln: janus

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