1. – 3. Spieltag

Reich werden mit Fortuna!

Ähm, wie war doch gleich noch mal das Thema? Ach ja, Fortuna Düsseldorf startete mal wieder einen Neuanfang. Alle Jahre wieder, wir sind tapfer dabei. Wobei noch einiges nachzutragen ist an Neuverpflichtungen, bevor wir ins Geschehen einsteigen. Neben dem Franzosen Sankharé und dem Argentinier Lorenzón (der immer noch nicht spielberechtigt ist – momentan wird in Buenos Aires anscheinend verzweifelt sein italienischer Schäferhund gesucht, damit er endlich vom Nicht-EU-Ausländer-Kontingent herunterkommt) schlug der GM nämlich noch mal zu: zunächst wurde das australische Känguru Anthony Roche verpflichtet, das beim Testspiel gegen den VfB Hüls einen echten Fortuna-Einstand feierte: er ging nämlich dermaßen unter, dass einige Leute nach dem Spiel der Ansicht waren, Fortuna hätte nur zu zehnt gespielt. Da der Mann allerdings kurz zuvor erst einen 26-Stunden-Flug hinter sich hatte und außerdem im Training überzeugte, erhielt er einen Vertrag. Ebenso wie der französische Kameruner Kamel Ouejdide, beide Herren sind im Sturm zuhause. Während Roche noch ziemlich daran arbeiten müsste, dem Spiel, das phasenweise eindeutig zu schnell für ihn zu sein schien, folgen zu können, war bei Ouejdide neben seinem Trainingsrückstand die exakte Aussprache seines Namens das größte Problem. Allerdings nicht für jeden, denn der Trainer, von der Presse nach eben jenem korrekten etymologischen Ausdruck befragt, erklärte kurz und bündig: „Keine Ahnung, muss ich auch nicht wissen, dafür hab ich Presse- und Stadionsprecher.“ Da ich von beiden Letztgenannten jedoch auch schon unterschiedliche Versionen zu hören bekam, einigten wir uns einfach darauf: man spreche seinen Namen aus wie man will, Hauptsache, er macht Tore.

Leider muss ich in diesem Zusammenhang auch auf einen weiteren Neuzugang hinweisen, das Daumendrücken im letzten Artikel hat nicht wirklich geholfen, unser Japaner, bei dem die Vereinsführung jetzt wieder spontan beschlossen hat, dass er doch Matsumoto und nicht Masamoto heißt (also ich warte jetzt erst mal, bis er wieder zurück kommt, ehe ich den Namen hier noch mal bringe), verletzte sich beim Testspiel gegen den VfB Hüls leider doch so schwer wie befürchtet und fällt noch für mehrere Wochen aus. Schade, der Junge hatte wirklich gute Ansätze.

Unmittelbar vor dem letzten Wochenende wurde dann noch ein algerischer Franzose verpflichtet, dessen Name mich ebenfalls wieder ins Schwanken bringt, wird er doch auf der offiziellen Fortuna-Homepage als Djebrane Abda, in der lokalen Presse jedoch genau umgekehrt geführt. Einig sind sich hingegen alle, dass er ein Mann fürs offensive Mittelfeld sein soll und dass das zunächst einmal das Letzte sein wird, was wir von ihm hören und sehen, denn aufgrund seiner konditionellen Rückstände soll er erst einmal mittels Sondertraining an die Mannschaft herangeführt und in drei bis vier Wochen eingesetzt werden.

Interessant ist hingegen sein fußballerischer Lebenslauf, der unter anderem ausweist, dass er eine Zeitlang sogar in Indonesien gegen das runde Leder trat. Da kann man einfach nur noch staunen. Ein Australier, ein Wahl-Indonesier, ein Türkei-Legionär (Ouejdide), ein „echter“ Japaner (soll heißen, einer aus Tokio, nicht aus Düsseldorf-Oberkassel), nicht zu vergessen die fünf Russen aus Moskau in einigen Testspielen – und niemand im Verein ist auf die Idee gekommen, mal eben nach Freialdenhoven zu fahren und meinen Lieblingsstürmer Josip Labas zu verpflichten. Naja, vielleicht hat sich der GM bei der Spielersuche (leicht abgewandelt) an den schönen Spruch von Dieter Nuhr erinnert: „Bei der letzten WM habe ich Österreich gegen Kamerun gesehen. Danach habe ich mich gefragt: Warum tust du dir das an? Was verbindet man mit diesen Ländern, Österreich und Kamerun? Auf der einen Seite Exoten, eine fremde Kultur, wilde Riten. Auf der anderen Seite: Kamerun.“ Wäre ja auch möglich. Vielleicht habe aber auch nur ich vom Fußball keine Ahnung, davon aber eine ganze Menge.

Egal, am letzten Freitag, 22.08.2003, 19.30 Uhr, interessierte das niemanden mehr, mich auch nicht. Erstes Heimspiel der Saison, der Gegner: Union Solingen mit sieben Ex-Fortunen im Kader und mit einem Trainer Sven Demandt, der als Stürmer in den 80er Jahren die Fortuna einmal quasi im Alleingang (35 Treffer) aus der Zweiten in die Erste Liga zurückschoss.

Und es war doch alles gerichtet. Trockenes Wetter, nicht mehr all zu warm, optimal für Fußball eigentlich, und sage und schreibe 6.900 Zuschauer am Flinger Broich. Das dürfte schon jetzt Saisonrekord sein, aus dem einfachen Grund, weil nicht viel mehr reinpassen, bei 7.100 ist definitiv Schicht. Eine tolle Kulisse, da müsste das Fußballspielen eigentlich Spaß machen.

Und hier muss ich bekennen, dass ich nun etwas unsicher werde, was meine sorgsam gepflegten Vorurteile angeht. Denn die erste Halbzeit dieses Spiels ließ mich ins Wanken geraten. Zum Beispiel habe ich immer geglaubt, Sven Demandt sei ein Fortuna-Stürmer gewesen. Das kann aber nicht sein, oder sie haben ihn in Solingen solange mit Trapattoni-Videos gefoltert, bis er umgefallen ist. Was er da nämlich am vorletzten Freitag aufbot, war ein astreines 1-10-0-System, bei dem der offensive Mittelfeldspieler schon angepflaumt wurde, wenn er sich nur der Mittellinie näherte. Ein Ex-Stürmer, der von vornherein den Sieg abschenkt, egal unter welchen Umständen er auch zustande kommen könnte (darauf kommen wir noch zurück) – der hätte doch bei Fortuna oder später in Mainz vor Wut seine Fußballschuhe kaputt getreten, wenn sein Trainer so aufgestellt hätte. Traurig, traurig.

Apropos Trapattoni: da wären wir schon bei meinem zweiten Vorurteil. Der steht für mich immer noch für absolut lustloses, rein verwaltendes, ergebnis-orientiertes Spiel, für die Meinung, dass beim Endergebnis die Null hinter dem Doppelpunkt schöner anzusehen ist als eine 2, wenn gleichzeitig auf der anderen Seite eine 3 stünde. Und unser Trainer Massimo Morales hat ja bei Bayern unter Trap gearbeitet. Das ließ für das erste Saisonspiel das Schlimmste befürchten, aber den absoluten Stürmer-GAU hatte Sven Demandt ihm ja schon geklaut. Und so ließ Morales mit einer ganzen Spitze antreten, mit Frank Mayer. Bei einem Heimspiel! Im Gegensatz zu seinem Gegenüber war das schon fast eine stürmische Aufstellung! Die Angst vor dem Fehlstart, hüben wie drüben unverkennbar. Und das in der 4. Liga…

Angesichts dieser Aufstellungen wird der Leser Verständnis dafür haben, wenn ich die erste Halbzeit mit einem einzigen Satz schildere: ja, sie fand statt, ich habe sie auch gesehen, aber es lohnt nicht, darüber auch nur ein weiteres Wort zu schreiben.

Da war die zweite Halbzeit doch schon lustiger, weil unser Trainer seinen Fehler erkannte, dementsprechend handelte, aber vom Schiri ausgebremst wurde. Nach und nach brachte er mit Tytarchuk und Roche die Stürmer 2 und 3, Fortuna wurde überlegener, ohne sich großartig Torchancen heraus zu spielen, und gerade, als die Jungs ein bisschen warm wurden, beendet der Schiri diesen Offensivdrang mittels gelb-roter Karte gegen den bärenstarken Neuzugang Bac Sankharé. Beziehungsweise, es war noch nicht mal der Schiri, der hatte nämlich, nachdem Sankharé eine Flanke abgeblockt hatte, auf Einwurf für Solingen entschieden. Sein Assi an der Linie zeigte jedoch durch heftiges Wedeln mit seinem Fähnchen an, er habe da was gesehen, das er jetzt sofort mal kundtun wolle, bevor es hieße, er würde dem Spiel lediglich teilnahmslos und unparteiisch folgen. Und dann erzählte er dem Schiri etwas von einem angeblichen absichtlichen Handspiel Sankharés, was sogar im Solinger Fan-Block, in dessen unmittelbarer Nähe sich die Szene abspielte, für einiges Grinsen sorgte, für Sankharé allerdings nach längerer Beratung den Feldverweis zur Folge hatte, da er in der ersten Halbzeit bereits verwarnt worden war. Ach, was hab ich diese Schiri-Gespanne in der Sommerpause vermisst, die streng nach der Auslegung „Bloß nicht dem ‚großen’ Verein gegenüber zu freundlich erscheinen“ pfeifen. Davon gibt’s bestimmt noch mehr in diesem Programm.

Mit diesem Platzverweis war das Spiel natürlich erledigt, Fortuna konnte nicht mehr groß nach vorne spielen, und Solingen durfte nicht, jawohl, auch nach dem Platzverweis ließ Herr Demandt seine Mannen eisern das 0:0 verteidigen, etwas anderes hatten sie schließlich auch die ganze Woche zuvor nicht geübt. Stürmer? Ach nee, hör doch auf, das muss eine zufällige Namensgleichheit gewesen sein. Der Sven Demandt, der den dezimierten Gegner auf dem Feld früher schwindlig gespielt hätte und der, der symbolisch gesehen auch bei zwanzigminütiger Überzahl seine zehn Spieler auf die eigene Torlinie stellte und den elften horizontal oben drauf legte – das kann nicht ein und dieselbe Person gewesen sein. Ansonsten krieg ich nämlich auch langsam Angst vor dem Altern.

Nachdem man sich hüben wie drüben noch je eine halbe Torchance gegönnt hatte, war das Spiel dann auch zu Ende. 0:0 vor Rekordkulisse, einfach nur schade. Okay, dass es kein Sieg wird, das hätte man wissen können, schließlich hat Fortuna zuletzt im Jahre 1994 ein Auftaktspiel gewonnen, 2:1 in Saarbrücken. Aber so ein 2:2 wie im letzten Jahr, das wäre doch ein bisschen unterhaltsamer gewesen. Leider stand die Unterhaltung der Zuschauer bei beiden Trainern nicht auf dem Programm. Und da ich zu dem Spiel mit dem Auto und nicht mit der Bahn angereist war, gab es noch nicht mal bei An- und Abfahrt ein aufregendes Erlebnis. Ein enttäuschender Abend, das war wie ohne Gute-Nacht-Geschichte ins Bett gehen zu müssen, obwohl man sich den ganzen Nachmittag schon darauf gefreut hatte.

Überraschen konnte es nicht wirklich, da die Mannschaft auch keineswegs eingespielt wirkte, kein Wunder, bei den ganzen Neuverpflichtungen noch kurz vor Saisonbeginn. Aber man hofft ja doch, dass beim ersten Spiel auch bei den Spielern dieser gewisse Adrenalinstoss kommt, zumal vor einer solchen Kulisse…na ja, another year, another attempt – wir werden siegen, irgendwann einmal. Sogar im Eröffnungsspiel.

Am letzten Mittwoch ging es dann weiter, die traditionelle englische Woche in der Oberliga direkt zu Beginn der Saison. Auswärtsspiel beim SV Adler Osterfeld (Trainer immer noch: Hans-Günter „Eisenfuß“ Bruns), eine Mannschaft, die in der letzten Saison erstaunlich weit oben in der Tabelle zu finden war und am ersten Spieltag überraschend beim Meisterschaftsfavoriten SSVg Velbert (kennt jetzt wohl auch jeder in Deutschland, was? Danke, liebe Mainzer, das werde ich euch nicht so leicht verzeihen) 2:1 gewonnen hatte. Das Spiel fand, wie im letzten Jahr, im Niederrhein-Stadion in Oberhausen statt, wo ansonsten der dort heimische RW Oberhausen seine zahlenmäßig eher durchschnittliche Anhängerschar mit Fußball-Magerkost foltert. Und was sagt meine kleine Stadion-Fibel zur Anfahrt mit dem Pkw auf diese Spielstätte? Genau, A 42 Richtung Dortmund, Oberhausen-Zentrum ab, einmal rechts über die Emscher, dann noch mal rechts – fertig. Leider hatte die Polizei etwas dagegen und diesen zweiten Rechtsabbieger, über den man prima bis zum Stadion hätte vorfahren können, kurzerhand zur entmilitarisierten Zone erklärt, sprich gesperrt. Den Grund verriet ein an der Einmündung aufgestelltes Schild: „Großveranstaltung“. Also, liebe RWO-Fans, wenn die Parkplätze unmittelbar am Stadion wegen einer Großveranstaltung Adler Osterfeld – Fortuna Düsseldorf, Oberliga Nordrhein, gesperrt werden, und bei eurem nächsten Heimspiel nicht, dann würde ich mir an eurer Stelle mal so meine Gedanken dazu machen…

Aber okay, nach so einem etwas längeren Fußmarsch ist man ja dann auch richtig heiß auf Fußball. Und es lohnte sich. 2.000 Fortunen unter den insgesamt 2.700 Großveranstaltungs-Besuchern feierten, was die Stimme hergab, es war ein tolles Ambiente an diesem Abend. Richtig Party eben. Und die Mannschaft spielte auch mit, auch wenn es zunächst wieder aussah, als ob wir nur zu zehnt antreten würden: Anthony Roche, zusammen mit Kamel Ouejdide in dessen erstem Spiel von Beginn an im Sturm aufgeboten, demonstrierte nämlich schon nach knapp fünf Minuten mittels Blutgrätsche in der gegnerischen Hälfte, warum in Australien Rugby die Sportart Nummer 1 ist.. Der Schiri zeigte dunkelgelb und hatte den Tony danach dermaßen auf dem Kieker, dass der das tat, was er an diesem Abend eh am besten konnte, er stellte die Arbeit ein, rettete sich in die Halbzeit und wurde gegen Frank Mayer ausgewechselt.

Dass die erste Halbzeit dann doch noch unvergesslich wurde, lag an einer Verletzung. Bastian Retterath musste bereits in der 12. Minute verletzt ausscheiden, für ihn kam Michi Rösele. Der Trainer schickte ihn auf die linke Seite. Verzweifelt fragte ich mich und meinen Nebenmann, was das denn solle, da der Michi meiner Meinung nach den linken Fuß nur hat, damit er am Urinal nicht umfällt. Unvergessen die Antwort meines Nachbarn: „Was der da soll? Der flankt gleich von dort und der Neue macht die Kugel rein!“ Ob ihr es mir glaubt oder nicht: ziemlich genau zwei Minuten später passierte exakt das und es ging richtig rund: Flanke von links durch Rösele, Kopfball Ouejdide – 0:1. Eckball von links durch Rösele, Kopfball Schön – 0:2. Freistoß von links durch Niestroj, Kopfball Bürk – 0:3, alles in der ersten Halbzeit. Ach, Fußball kann so schön sein…

In der zweiten Halbzeit passierte dann nicht mehr viel, außer dass der Schiri zu Beginn Mitleid mit den Adlern zu haben schien und einige der lächerlichsten Entscheidungen traf, die ich in diesem Jahr gesehen habe, ich glaube, selbst den Adlern war das auf die Dauer peinlich, so dass er nach einer Viertelstunde, als abzusehen war, dass auch das nichts mehr bringen würde, endlich Ruhe gab und das Spiel zu Ende laufen ließ. Ein schöner Sieg, hat wirklich Spaß gemacht.

Und nun wollen wir zum Schluss kommen. Gestern Heimspiel gegen Viktoria Köln, wieder vor 4.600 Zuschauern. Köln spielte erstaunlich gut mit, war eigentlich nicht zu erwarten, Fortuna war jedoch streckenweise klar die bessere Mannschaft, vergaß allerdings mal wieder das Toreschießen. Erfreulich insbesondere das Zusammenspiel der Stürmer Roche und Ouejdide, das sich stark verbessert zeigte. Okay, der Roche sieht zwar aufgrund seiner Länge manchmal aus wie ein Storch im Salat, wenn er über den Platz stakst, aber ich glaube, das könnte noch einer werden, wenn er sich dem Spieltempo noch mehr anpassen kann. Er hatte auch Pech, dass er in der 48. Minute, unmittelbar nach dem Führungstreffer, den Ball nur an den Innenpfosten des Kölner Tores setzte, von wo aus die Kugel gehässig wieder ins Feld zurück sprang, anstatt pflichtbewusst die Linie zu überqueren. Was natürlich einige ganz besonders faire Fans nicht davon abhielt, nach einem Fehlschuss des Stürmers in der 2. Halbzeit lautstark die Einwechselung ihres Lieblings Mayer zu fordern, der zwar in der letzten Saison 19 Treffer erzielt hat, aber momentan seiner Form völlig hinterher läuft und zudem, im Gegensatz zur letzten Spielzeit, in dieser Saison auf seiner Position Konkurrenz hat. Mayer kam dann auch in der letzten Viertelstunde, traf aber ebenso wenig wie Roche zuvor und so blieb es bei einem Foulelfmeter-Tor von Michael Zeyer in der 46. Minute, das die Kölner durch einen Abstauber nach einem Latten-Kopfball ihres Liberos Janssen (natürlich ein Ex-Fortune…) noch egalisieren konnten. 1:1 also, wieder nicht gewonnen, obwohl das Spiel der Mannschaft teilweise schon recht ordentlich anzusehen ist, man könnte manchmal sogar glatt etwas wie Spielwitz vermuten, lange nicht gekannte Dinge konnten gesichtet werden: Ouejdide kann einen Ball stoppen, ohne dass dieser meterweit vom Fuß springt, Sankharé hinten links ist ein echter Eisenfuß, der aber auch schöne lange Pässe schlagen und sich ins Angriffsspiel mit einschalten kann, und Michael Zeyer kann sogar Elfmeter verwandeln, so was haben wir ja lange nicht mehr gesehen! Ich erst recht nicht, nach der letzten Saison guck ich bei Elfern der Fortuna erst mal nicht mehr hin, aber es soll recht souverän gewesen sein. Und auch der Rest der Mannschaft spielt teilweise sehenswert, auch wenn die beiden Heimspiele natürlich gewonnen werden mussten. Denn leider haben die Amateure von Borussia Mönchengladbach ihre drei Auftaktspiele allesamt siegreich beendet, sodass wir nunmehr schon vier Punkte Rückstand auf den Spitzenreiter haben. Aber auch noch 31 Spiele, null Insolvenzen anderer Clubs in dieser Saison vorausgesetzt.

Und wie kann man nun reich werden mit Fortuna? Ganz einfach, vergleicht mal die ersten drei Spiele der letzten Saison mit den drei aktuellen, und dann nix wie los zum Buchmacher! Und wenn wirklich wieder alles so kommt wie in der letzten Saison, dann kann man wenigstens sagen: Mist, wieder nix geworden mit dem Aufstieg – schön, endlich reich geworden. Und dann kaufen wir dem Abramovich von Chelsea London die Ersatzbank weg. Dann klappt es garantiert mit dem Aufstieg!

Richtungsweisend werden da sicherlich die nächsten beiden Spiele, da warten nämlich mit den Leverkusener Amateuren und Borussia Wuppertal zwei ganz schwere Brocken. Wobei ich bei den Leverkusenern gespannt bin, welche Ex- oder aktuellen Nationalspieler am nächsten Sonntag um 15 Uhr in der BayArena rekonvaleszent und spielpraxis-bedürftig auflaufen werden. Im Pokal am letzten Samstag gegen Stuttgart war bei den Amateuren zumindest schon mal Ingo Hertzsch mit dabei, vielleicht hat ja auch Herr Nowotny noch Lust, den Wettbewerb ein wenig zu verzerren. Wir werden sehen.

Das Spiel selbst werde ich leider nicht sehen, denn nach teilweise doch recht erfrischendem Fußball in den letzten Tagen gönne ich mir live etwas, das mich wieder auf den Boden der Tatsachen zurück kehren lassen wird: das Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Island in Reykjavik am nächsten Samstag. Das wird schon ernüchternd genug sein, da kann die Fortuna ruhig in den nächsten Wochen etwas zaubern, auch wenn es schwer genug werden wird. Ich hätte nichts dagegen.

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