Ein Elfmeter ist ein Elfmeter ist ein Elfmeter

„Betrug!“ höre ich den erfahrenen Leser empört rufen. Und ich könnte es verstehen. Immer diese Wiederholungen. Denn der Leser, der bis hierher durchgehalten hat, um zu sehen, wie es der besten Mannschaft der Welt, Fortuna Düsseldorf, Deutscher Meister 2010 (mittlerweile wird der Zusatz „ – aber in welcher Liga???“ achselzuckend von mir akzeptiert), so in der Power-Liga Oberliga Nordrhein ergeht, wird bemerken, dass die Überschrift verdächtig derjenigen ähnelt, die für das letzte Kapitel verwendet habe.

Der literarisch-cineastisch interessierte Konsument hat sich beim letzten Kapitel eh schon pikiert abgewandt, als er dieses Plagiats ansichtig wurde, handelt es sich doch bei der Aufmerksamkeit erweckenden Überschrift bzw. der Aufsehen erregenden semantischen Konstruktion derselben um eine dreiste Verfremdung eines Zitates aus dem ebenso alten wie genialen Film „Citizen Kane“ von und mit Orson Welles („Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose“) – ja, das ist mir alles auch klar. Und für diesen schändlichen Klau und die noch schändlichere Wiederholung gibt es auch nur eine Erklärung: Fortuna und die Oberliga Nordrhein schaffen mich dermaßen, dass mir bald wirklich nix Eigenes mehr einfällt.

Da aber andererseits in den letzten Wochen wieder so viel los war, komme ich um eine kleine Zusammenfassung nicht herum, denn schließlich fahre ich am morgigen Sonntag in Urlaub und wenn auch nur für eine Woche, so lässt mich das derzeitige Geschehen vermuten, dass ich nach meiner Rückkehr so viel nachzulesen habe, dass ein erst dann gefertigtes Kapitel sogar noch etwas länger werden würde als dieses „normale“. Somit wollen wir nun mal die Ereignisse seit dem 10.03.2003 Revue passieren lassen.

Zunächst habe ich beschlossen, mich vielleicht doch zum Wahrsager ausbilden zu lassen. Auf die Abasage der Fortuna-Partie in Freialdenhoven am 08.02.2003 hatte ich im letzten Kapitel bereits hingewiesen, auf den Nachhol-Termin ebenfalls. Dieser Termin, ich erwähnte es bereits, war der 12.03.2003. Oder um mich zur Abwechselung mal zu wiederholen, darf ich mich ein einziges Mal selbst zitieren, und zwar aus dem letzten Kapitel: „Nachgeholt wird die Partie im übrigen am kommenden Mittwoch, 12.03.2003, um 20.00 Uhr, wenn es denn nicht zufällig regnen sollte.“

Und bitte: was passierte? Nachdem es zwei Wochen lang schönes Wetter gab, mit Sonnenschein und allem, was dazu gehört, regnete es am Dienstag, dem 11.03.2003. Wie gesagt, nur an diesem einen Tag. Und welche Konsequenzen zogen die Macher des Weltvereins SC Borussia Freialdenhoven e.V. 1912 aus den paar Schauern, die die dortige Landbevölkerung verzückten ob der dadurch signalisierten Beendigung der 14tägigen Dürreperiode auf ihren Feldern? Genau, sie sagten das Spiel ab! Kein Witz, ich hielt es auch erst für einen solchen! Das war das erste Mal, dass ich erleben durfte, dass eine Partie nach einem Regentag abgesagt wurde. So etwas ist mir selbst in der Jugend mit dem 1. FC Wülfrath auf dem Aschenplatz von Eisenbahnsportverein Ost Wuppertal (die gibt es wirklich!) nicht passiert. Das ganze bekam auch einen etwas merkwürdigen Anstrich dadurch, dass sich nach der Absage am Mittwoch Mittag einige verzweifelte Fortuna-Fans, deren Abendgestaltung man soeben zerstört hatte, nach Freialdenhoven aufmachten und den Platz mit einer Videokamera filmten. Da sah das Geläuf nämlich durchaus bespielbar aus, und es roch geradezu nach voreiliger Absage. Dazu passte dann auch die folgende Pressemeldung:

„Regen: Borussia Freialdenhoven sagt ab
Das Spiel Fortuna Düsseldorf – Borussia Freialdenhoven ist am Mittwoch abgesagt worden; Grund: Dauerregen. Bei einer Niederschlagswahrscheinlichkeit von 90 Prozent im Kreis Düren sei nicht damit zu rechnen, dass der Platz bespielbar sei, begründeten Fortunas Spielgegner die neuerliche Absage.“

Einmal kurz auf wetter.com nachgeguckt, ungläubiges Staunen: Niederschlagswahrscheinlichkeit 30 %, Luftfeuchtigkeit 90%, aber auf dem Land, da muss man das andersrum lesen. Wenn’s nicht so traurig gewesen wäre, hätte man ordentlich darüber lachen können (und ich kann es im Nachhinein auch).

Nun, ich persönlich habe den Rasen weder gefilmt noch betreten, deshalb kann ich mir über die Spielabsage eigentlich kein Urteil erlauben und lasse sie daher einfach mal so unkommentiert im Raume stehen. Aber wie gesagt: nach einem Tag Regen…in ganz sarkastischen Momenten schüttele ich immer noch den Kopf und denke: kaum vorstellbar, wie es da aussehen muss, wenn es mal eine Woche am Stück regnet (hier in Bonn kein ungewöhnlicher Vorgang)? Wie haben die uns Großstädter nach 1945 eigentlich wieder aufgepäppelt? Da muss es ja jahrelang nicht geregnet haben! Schön, wenn man auf diese Weise auch Einblick in die Nachkriegswirren gewinnt. Was müssen die da herrliche Zeiten gehabt haben! Soviel zu essen, dass es auch noch für ein paar Großstädter gereicht hat, und immer fröhlich Sonnenschein! Beneidenswert. Aber lassen wir das.

Der dritte Versuch wurde dann relativ fix zwei Wochen später, Mittwoch, den 26.03.2003, 20.00 Uhr angesetzt.

Aber zuvor stand zunächst das Spiel Fortuna gegen Fortuna auf dem Programm. Naja, eigentlich die Partie SG Union Solingen gegen Fortuna, aber bei den Klingenstädtern stehen so viele ehemalige Fortunen im Kader, eine Fanfreundschaft besteht bei einigen Teilen der Anhängerschaft wohl auch, so dass das ganze schon etwas von einem Klassentreffen hatte. Und wie es sich für solch einen Festtag gehört, war dann auch schönstes Wetter, was wiederum zu einem sensationellen Zuschauerbesuch von 6.500 im Stadion am Hermann-Löns-Weg führte.

Das Spiel selbst habe ich nicht gesehen, muss mich daher aufs Hörensagen verlassen, und dies sowie nachfolgenden Ereignisse drängen denn auch dazu, die Schilderung auf einen Satz zu beschränken: das Spiel war wohl ein echter Langeweiler, in dem Fortuna das etwas bessere von zwei schlechten Teams war und durch ein Elfmetertor von Chylla mit 1:0 gewann. Ende der Darstellung.

Wieder Elfmeter, wieder durch Chylla verwandelt! Damit mutierte er endgültig zum Elfmetergott, so was hat man bei Fortuna lange nicht gesehen, drei von drei eingenetzt, Traumquote von 100% gehalten! Endlich mal einen, der Elfmeter schießen kann, solange Rösele nicht dabei ist (momentan verletzt, ich hoffe, er hat in der Zwischenzeit den Deckel des Trainers in Colakli bezahlt…)!

Übrigens ist mit diesem Spiel eine Entscheidung dieser Saison bereits gefallen: Solingen ist der einzige Gegner, den ich nicht mindestens einmal „live“ gesehen habe, denn beim Hinspiel befand ich mich in Urlaub. Okay, das wird die Solinger nicht besonders interessieren, aber wusstet ihr schon, dass die Union auch das einzige Team ist, das das Kunststück fertig gebracht hat, beide Spiele gegen einen Verein am Grünen Tisch zu verlieren? Jawohl, und zwar gegen Viktoria Köln, im Hinspiel zuwenig U-24-Nationalspieler deutscher Prägung auf dem Platz, das Rückspiel abgebrochen, weil sich der Schiri von Solinger Zuschauern bedroht fühlte, beide Spiele 2:0 für Köln gewertet. Ob da ein kausaler Zusammenhang besteht? Nein? Na gut, ich wollte es auch nur mal angesprochen haben.

Weiter ging es mit dem Heimspiel (ah! Endlich, endlich wieder mal ein Heimspiel!) gegen Borussia Wuppertal, eine stark besetzte Truppe, die allerdings auch nicht mehr ganz nach oben kommen wird, demzufolge ein Spiel um die „Goldene Ananas“, bei folgerichtig wiederum schönstem Wetter. Fortuna machte das Spiel, ohne großartig Chancen zu haben, Borussia Wuppertal, in der Abwehr keineswegs sicher, daddelte lustlos so ein bisschen rum, kam in der zweiten Halbzeit zweimal nach vorn und schoss zwei Tore. Tja, es hätte ein heimeliges Sonniger-Frühjahrs-Sonntag-0:0 werden können, ein Unentschieden wäre auch durchaus verdient gewesen, wenn man allerdings im Spiel nach vorn keine Ideen hat, muss man damit rechnen, dass der faule Gegner diese seinerseits entwickelt, bevor er Gefahr läuft, vor lauter Langeweile auf dem Platz einzuschlafen. Zweite Heimniederlage in dieser Saison, ödes Gekicke, abhaken.

Denn nun nahte doch endlich der große Tag: der 26.03.2003 dämmerte klar und trocken herauf, es herrschte zwar ein leichter Wind und es war etwas bewölkt, aber keiner Wolke Inhalt ergoss sich auf den fruchtbaren ländlichen Boden, auch hier in Bonn nicht, und so starteten wir frohgemut gegen 18 Uhr.

Auf der A 4 in Höhe Köln dann das große Desaster: ein Regenschauer, wie ich ihn dieses Jahr überhaupt noch nicht erlebt habe, der Regen fiel so dicht, dass die Sichtweite locker unter 50 Meter lag, und dann, unglaublich, aber wahr – Hagel! Hagel! Das war der Moment, in dem ich mir verzweifelt sagte: der liebe (Fußball-)Gott möchte nicht, dass dieses Spiel jemals statt findet. Und wenn wir es auf den Sommer verlegen, dann sind es ausgerechnet in dieser Woche fünf Tage hinter einander 35° Celsius und der Rasen verbrennt. Nie, nie werden wir in Freialdenhoven spielen, es ist uns nicht bestimmt…und während ich noch so vor mich hinplapperte, war der Schauer vorbei und kam nie wieder. Es war nur ein letztes verzweifeltes Aufbäumen der Natur, dieses große Spiel zu verhindern, aber Regen und Hagel schafften es nicht mehr von Köln nach Freialdenhoven. Ob die spontane Anrufung des Fußballgottes etwas damit zu tun hatte? Vielleicht ist er doch nicht so tot, wie die Herren Assauer und Calmund behaupten? Wer weiß das schon?

Die letzte Frage stellten wir uns auch, als wir die Autobahn verlassen mussten und uns fragten, wo wir uns denn befinden könnten. Okay, zunächst hatten wir noch einen guten Anhaltspunkt, ein Kraftwerk, das bezeichnenderweise an der Straße mit dem schönen Namen „Am Hagelkreuz“ lag. Und dieses Kraftwerk war auch nicht zu übersehen, produzierte es doch derartige Qualmwolken, dass man meinen konnte, ein US-Bomber habe sich über dem Zielgebiet ein bisschen verflogen, was ja öfter vorkommt, und seine Last direkt hier über ländlichem Gebiet abgeworfen, in der Meinung, was so platt ist, muss unbewohnt sein.
Aber es war nur ein normales deutsches Kohlekraftwerk, ein Anschlag der dortigen Bevölkerung auf die Gesundheit des Durchreisenden, very friendly fire sozusagen.

Nachdem wir uns durch die Qualmwolken durchgekämpft hatten, gab es nur noch eins: Landstraße, und dann irgendwie die richtigen Abzweigungen finden, im Routenplaner durchaus mit richtigen Straßennamen bezeichnet, die dazu gehörigen Schilder auf der Straße selbst aber wahrscheinlich von übermütiger Dorfjugend im Rausch bereits abmontiert, auf jeden Fall nicht mehr aufzufinden.
Die erste Abzweigung konnte noch gemeistert werden, bei der zweiten bogen wir schon falsch ab und fanden uns mitten in einem Wohngebiet wieder, das heimtückisch eine größere Ansiedlung, vielleicht gar einen Ort, vortäuschte. Die Größe der Einfamilienhäuser und ihre Lage inmitten idyllischer Felder erinnerte mich sofort wieder ans Emsland und gab meinen Gedanken neue Nahrung, dass ich, hier wie dort, beim Anblick solcher Bunker wirklich nicht verstehen kann, wie sich irgendein deutscher Bauer über die Agrarpolitik der Bundesregierung bzw. der EU beschweren kann. Subventionen für Anbau, Subventionen für Überschussproduktion, Subventionen, wenn der Absatz stockt – der Kleinbauer mag daran zu Grunde gehen, aber die, die davon profitieren, tun dies anscheinend richtig. Soviel zum Thema Erdkunde mit Sozialkunde-Touch.

Als dann doch erkennbar war, dass wir die falsche Richtung eingeschlagen hatten, wurde an einer Tankstelle gewendet, wieder zurück durchs Wohngebiet und ab auf die Landstraße. Tja, und was bog da direkt vor uns an der nächsten Einmündung ein? Genau, der Mannschaftsbus von Fortuna! Und zwar um 19.15 Uhr, das Spiel, wir erinnern uns, sollte um 20.00 Uhr beginnen. Die hatten sich wohl auch leicht verfahren. War aber schön für uns, wir mussten ihnen nur noch hinterher fahren, um ans Ziel zu gelangen. Dabei stellten wir nebenbei fest, dass wir kurz darauf an besagter Tankstelle vorbei kamen, an der wir zuvor verwirrt gewendet hatten. Die Fahrt durchs Wohngebiet wäre nämlich kein Irrtum, sondern eine im Routenplaner nicht verzeichnete Abkürzung gewesen. Na also – „Alle Wege führen nach Rom“, auch am plattesten Niederrhein.

Der Rest war ein Kinderspiel. Während der Mannschaftsbus allerdings auf der Dorfstraße (das bitte ich jetzt nicht als Abwertung einer ländlichen Hauptstraße zu verstehen, die, die durch Freialdenhoven führt, heißt wirklich „Dorfstraße“!) nach links Richtung Sportplatz abbiegen durfte, und die Spieler sich im Innern wahrscheinlich schon umgezogen und aufgewärmt hatten, weil sie so spät dran waren, wurden wir von der auf der Dorfkreuzung aufmarschierten Freiwilligen Feuerwehr höflich aber bestimmt zum Abdrehen gezwungen und parkten mitten auf der bewussten Dorfstraße, halb auf dem Bordstein, ausgiebigst betrachtet von der staunenden Dorfjugend, die sich vor dem ebenfalls dort befindlichen Dorfkrug versammelt hatte. Von dort ging es dann noch eine serpentinenartige Straße ohne Bürgersteige runter zur Sportanlage, wobei wir zwischendurch aus einem Polizeiwagen über Lautsprecher angepflaumt wurden, doch gefälligst auf der linken Straßenseite zu wandern, damit man den Verkehr, der einem auf der eigenen Wanderspur gefährlich werden konnte, auch direkt von vorne sehen konnte. Nach flottem Fußmarsch erreichten wir dann die Heilige Spielstätte, zahlten 5 € Eintritt und staunten über den schönen Rasen, die Zuschauerränge, die einen Meter hinter selbigem begannen, die Zäune hinter den Toren und an einer Längsseite des Feldes, sowie den Aschenplatz hinter einem der Tore, der zum Parkplatz umfunktioniert worden war, aber um die Uhrzeit unseres Eintreffens bereits voll belegt war.

So, und bei allem Negativen, was ich hier in diesem und im letzten Kapitel gegen Freialdenhoven zum Besten gegeben habe, jetzt wird’s endlich mal positiv: sie haben sich unheimlich viel Mühe gegeben, die Gastgeber, und zumindest ich hatte richtig Spaß. Es gab keinen „Top-Zuschlag“ wie z.B. beim Spiel in Düren, es gab keinen hastig gelieferten und aufgestellten Bauzaun rund ums Feld, wie z.B. in Düren und die Bratwurst schmeckte hervor- ragend, wie z.B. nicht in Düren (da gab’s nämlich keine – nochmals Schande über die Voreifel!), wenn auch mit 2 € etwas überteuert für meinen Geschmack. Es waren Ordner dort und auch Polizei, aber die hielten sich merklich zurück, für die war das wohl auch ein Großereignis, der Oberste Landwachtmeister, der gesichtet werden konnte, hatte sich sogar einen Aktenordner unter den Arm geklemmt: „Polizeieinsatz bei Großveranstaltungen“, kein Witz! Die Ordner, die zu Beginn des Besucherstroms die Wagen auf den noch freien Aschenplatz neben dem Hauptfeld dirigierten, verkauften direkt bei der Einweisung Eintrittskarten ins Auto hinein – das „Drive-in Ticket“ ist erfunden, und das ausgerechnet auf dem Dorf! Das sollten wir auch in Düsseldorf verinnerlichen, bei all den Parkplatzsorgen, die wir dort haben, kann es zwar passieren, dass man sechsmal um den Ground rumfahren muss, ehe man eine Parklücke findet, aber immerhin hat man dann schon ein Ticket! Klasse Idee, Daumen hoch. Mal abgesehen von der Tatsache, dass dieser Aschenplatz als Parkplatz zur Verfügung gestellt wurde, auf dem trainiert die Freialdenhovener Mannschaft nämlich normalerweise, und wie der nach der Abfahrt der ganzen Autos ausgesehen hat, kann man sich unschwer vorstellen.

Kurz vor Weihnachten hatte Freialdenhoven ein Nachholspiel gegen den Bonner SC. Man gewann 2:0 vor – 100 – (in Worten: einhundert) Zuschauern. An jenem Mittwoch, den 26.03.2003, waren es 1.200. Trotz der Entfernung und der schlechten Anstoßzeit, mit Ausblick auf mitternächtliche Heimkehr bei frühmorgendlicher Arbeit am nächsten Tage. Sensationell.
Da konnte man von Kleinigkeiten wie nur einer Toilette für 1.200 Besucher schon mal absehen, es waren ja genug Büsche da, oder von der Tatsache, dass einer meiner Mitstreiter den Polizisten in der Halbzeitpause erklären musste, warum er soviel telefonierte (um unseren Live-Ticker zu füttern), denn sie dachten, er rufe unentwegt irgendwelche Hooligans zusammen. Aber auch dieses Missverständnis konnte aufgeklärt werden, nachdem man den Jungs erklärt hatte, was ein Live-Ticker ist.

Ach ja, Fußball gespielt wurde auch noch: ich tippe auf mindestens vier Beulen in vier Autos, als die Spieler beider Mannschaften noch die rechte Zielgenauigkeit suchten und die Bälle weit über den Zaun hinterm Tor flogen, auf meiner Seite (der „Gegengerade“) flogen drei Bälle in den Bach, der hinter dem Zaun verlief, konnten aber noch rechtzeitig gefischt werden. Und auch auf dem Platz gab es das ein oder andere zu sehen, z.B. bärenstarke Freialdenhovener in der ersten Viertelstunde, die die Fortuna überrannten, aber drei dicke Chancen versiebten (wieder eine prima Leistung von Fortuna-Torwart Petrick) und sich danach völlig bis völligst zurückzogen. Zwei dieser drei Torchancen hatte Josip „Jupp“ Labas, der auch schon im Hinspiel, der rekognitiv bewanderte Leser weiß es, beide Treffer für Freialdenhoven erzielte hatte. Mehr als einmal, nachdem er seinem Gegenspieler die Hacken gezeigt hatte, habe ich in der Anfangsphase gedacht, wenn der jetzt hier auf außen an mir vorbei läuft – Bein stellen, ab in den großen Sack und heimlich nach Düsseldorf schmuggeln. Den könnten wir nämlich gut gebrauchen, so einen permanenten Unruhestifter im und am gegnerischen Strafraum. Dessen Vertrag in Freialdenhoven würde ich gerne mal sehen, die müssen ihm eine Anschlussverwendung als Leiter des örtlichen Baumarktes angeboten haben, oder was will der in dieser Einöde? Eigentlich kaum vorstellbar, dass wegen dem noch kein anderer Klub angefragt hat.

Ansonsten passierte nicht viel, Freialdenhoven wollte nicht mehr, Fortuna war überlegen, ohne groß zu glänzen, und so sprang das Resultat heraus, dass eigentlich am Sonntag zuvor gerecht gewesen wäre, ein 0:0 nämlich. Aber da war doch noch was…?

Richtig, die 45. Minute, Foul an Eyüboglu im Strafraum, klare Sache, Elfmeter. Christoph „Elfergott“ Chylla trat an und den Ball neben das Tor. Neeeeeein! Da dachten wir, wir hätten mal einen, und dann das…und es wäre der Siegtreffer gewesen, denn Freialdenhoven fand in der 2. Halbzeit gar nicht mehr statt, mit einer unrühmlichen Ausnahme, Trainer Wilfried Hannes. Was der so alles von sich gab, von mir gut zu vernehmen, da ich in unmittelbarer Nähe stand, war schon unterste Kanone. Ein edler Sportsmann, wie man es von jemandem, der früher bei Borussia Mönchengladbach gewütet, äh, gespielt hat, auch erwarten kann. Mehr wage ich zu ihm nicht zu sagen, denn der etwas ältere Leser, der sich noch an die Zeiten eines aktiven Wilfried Hannes in Diensten der Ostholländer erinnern kann, der weiß natürlich auch, dass Hannes auf einem Auge blind ist, und ich will mich nicht der Gefahr aussetzen, als Behindertenbeschimpfer gebrandmarkt zu werden.

Der Rückweg zum Auto war übrigens dann noch mal abenteuerlicher als die gesamten 90 Minuten zuvor, wir mussten über diese Landstraße zurück, die mangels auch nur irgendetwas Funzelähnlichem nicht nur stockfinster, sondern auch vom Platz her nur noch einseitig zu befahren war, auf der anderen Straßenhälfte parkten die Ureinwohner und guckten durch den Zaun kostenlos. Naja, zur Strafe gab’s da ja auch nicht viel zu sehen, wie das meistens so ist, wenn um ein Spiel im Vorfeld so ein Riesenwirbel gemacht wird. Daher wollen wir es schlicht vergessen, nicht aber ohne nochmals ein großes Dankeschön an die Organisatoren loszuwerden, es war alles etwas eng, es hat aber alles geklappt, und nennenswerte Zwischenfälle gab es meines Wissens nicht, außer vielleicht der Tatsache, dass zwei von den Fans organisierte Busse bei der Abfahrt etwas länger warten mussten, da sich der – wir erinnern uns – zu spät gekommene Mannschaftsbus diesen in den Weg gestellt hatte, so dass die Fans erst warten mussten, bis die Spieler gebadet und gewickelt die Heimreise antraten. Aber auch hier klappte alles.

So, und jetzt muss ich mich beeilen, ich will in Urlaub. Letzten Sonntag gab es ein dummes, absolut überflüssiges und ärgerliches 2:2 gegen den Parkplatz von Düsseldorf, die SpVgg Germania 04/19 Ratingen, einer Truppe, die bei laufender Insolvenz mit einigen Kreisliga-Hobbykickern verstärkt werden musste, damit sie überhaupt noch jemanden hatte, der auf der Ersatzbank Platz nehmen konnte. Zunächst mal sorry, liebe Ratinger, für die Anzeigen aus der Nachbarschaft wegen sonntäglicher Ruhestörung, die bestimmt bei euch eingegangen sind. Tja, das Stadion mitten in einer Wohngegend und ein Zuschauerschnitt von 400 bis 500 – das mag normalerweise kein Problem sein, am Sonntag waren es aber 3.450 Besucher, die die Hütte voll machten! Sie kamen von überall her, mit der Straßenbahnlinie 712 direkt aus der Düsseldorfer Altstadt vors Stadion, ein Fanclub aus Mettmann reiste per Trecker und Planwagen an, ein weiterer versammelte mehrere Gleichgesinnte an der Esso-Tankstelle vor dem Stadion und zog per Polonaise ins weite Rund ein – da wird so manche Omi ob des Lärms ihren Sonntags-Nachmittags-Kaffee verschüttet und ungläubig gestaunt haben.

Letzteres tat ich auch, denn nach 7 Minuten führte Ratingen 2:0, einfach unglaublich, den ersten bekamen sie von Fregene geschenkt, der bei einem Rückpass den gegnerischen Mittelstürmer übersah, den zweiten markierte der Libero der Ratinger per Kopf nach einer Ecke – der Mann ist geschätzt 3,60 m groß und es sollte mich nicht wundern, wenn er für die nächste Saison einen Vorvertrag bei den Telekom Baskets Bonn in der Tasche hätte – trotzdem stand er mutterseelenallein beim Kopfball. Übersehen konnte man den wirklich nicht. Traurig, traurig.

Dass es trotzdem noch zum 2:2 reichte, verdanken wir göttlicher Gerechtigkeit und Pico Niestroj. Letzterer traf noch vor der Pause mit einem wunderschönen Fernschuss zum 2:2-Endstand. Aber zuvor war wahrlich etwas Wundersames geschehen: wir erinnern uns natürlich an das Hinspiel, als der Ratinger Antonio Destino, damaliger Schütze eines Elfmetertores für die Blau-Gelben, mit Genuss die Fortuna-Fans vor der Westtribüne provozierte und sich auch noch beschwerte, als er dafür Gelb bekam. Auf den hatten wir uns
die ganzen Monate über schon richtig gefreut. Denn dummerweise ist er nicht nur einer der Leistungsträger des Teams, sondern auch noch deren bester Torschütze. Dumm für ihn, denn das hieß, er musste spielen. Und er tat Buße, so dass ich sagen kann, es gibt doch noch Gerechtigkeit im Leben. Herr Destino war es nämlich, der in der 18. Minute per Kopf einnetzte – ins eigene Tor zum 1:2-Anschlusstreffer für die Fortuna! Das nenne ich Reue! Und da der Mann in beiden Spielen nunmehr seine Torgefährlichkeit zur Genüge bewiesen hat, und Ratingen ja immer noch gegen die Insolvenz kämpft, sage ich: kaufen, kaufen! Der würde doch auch gut zu uns passen in der nächsten Saison. Ach ja, wir haben auch 6,9 Mio € Verbindlichkeiten…Egal, die meisten sind eh bei der sportwelt, und die sehen davon erst wieder was, wenn wir irgendwann mal in die Zweite Liga aufsteigen (haha!). Also her mit dem Mann! Der Vorstand hat neulich verkündet, man wolle drei neue Leute im Sommer holen, zweie hätte ich also schon mal klar gemacht. Scouting ohne einen Pfennig Honorar! Aber dankt nicht mir, liebe Fortuna-Offiziellen, dankt eurem Verein, der den (vor Liebe!) blinden Fan dermaßen über die Dörfer bringt, dass man auch auf dem Land und in der Vorstadt manchmal ein Körnchen finden kann.

Achja, ich hätte da noch was zum Spiel. Obwohl: ich will es eigentlich nicht mehr schreiben, alles in mir sträubt sich, aber ich bin es meiner „journalistischen Sorgfaltspflicht“ schuldig, ich kann nicht einfach schreiben: bei Drucklegung war das Spiel noch nicht zu Ende, und überhaupt sind wir jetzt alle Amerikaner, und Fußball interessiert doch keinen mehr. Nein, ich muss es über mich bringen, das zu berichten, was in der 83. Minute geschah, aber ich schäme mich ein wenig, und deshalb schreibe ich es ganz schnell, vielleicht fällt es ja keinem auf: Fortuna verschoss einen Elfmeter, Chylla traf diesmal das Tor, aber auch den Torwart Und komm mir jetzt keiner mit irgendwelchen Fragen, was genau denn da passiert sei. „Ich will nicht darüber reden!“ habe ich schon trotzig meinem Therapeuten gesagt, und der hat die Antwort akzeptiert, allerdings nur bis zur nächsten Sitzung, dann wollen wir dieses traumatische Erlebnis weiter verarbeiten, notfalls mittels Hypnose.

Immerhin habe ich mir, bevor ich nach den nächsten drei Elfern völlig durcheinander komme, schnell noch eine Liste gemacht, um den Überblick zu behalten. Damit ihr auch beim nächsten Mal mitreden könnt, hier die große Fortuna-Elfer-Übersicht, geordnet nach „verwandelt“ und „leider knapp gescheitert“:

Hurra

Tauer (Hinspiel MSV Duisburg Amateure)
Rösele (Hinspiel SW Essen)
Rösele (Hinspiel Borussia Wuppertal)
Rösele (Rückspiel 1.FC Bocholt)
Chylla (Rückspiel Bonner SC)
Chylla (Rückspiel SW Essen)
Chylla (Rückspiel Union Solingen)

Bäh

Tauer (Hinspiel Alemannia Aachen Amateure)
Mayer (Hinspiel Wuppertaler SV)
Bellinghausen (Rückspiel MSV Duisburg „Amateure“)
Niestroj (Rückspiel Bonner SC)
Chylla (Rückspiel Freialdenhoven)
Chylla (Rückspiel Ratingen)

Dies ergibt 6 aus 13, eine unfassbare Quote von fast 50 %. Wenn wir Röseles verschossenen Elfer im ARAG-Pokal gegen Kleve noch dazu nehmen, heißt es 7 aus 14, noch deprimierender, glatte 50 %. Keiner weiß, woran es liegt, und ich habe auch keine Lust mehr, darüber zu diskutieren, außer, dass wir mit dieser Trefferquote und den mittlerweile sieben 2:2-Unentschieden in dieser Saison mal so langsam ins Guinness-Buch gehören.

Und noch etwas zum Thema „wundersam“. Pico Niestroj erzielte, wie bereits geschrieben, mit einem Fernschuss den 2:2-Endstand im Spiel gegen Ratingen. In der Hinrunde schoss Pico übrigens auch mal ein Tor. Es war ein Fernschuss. Zum 2:2. Dies war auch der Endstand. Der Gegner: Ratingen. Rechne mir mal bitte jemand die Wahrscheinlichkeit aus, dass so etwas passieren kann. Ich kann es nicht – ich komme mit den vielen Nullen nicht zurecht.

Und gestern stand dann noch das Heimspiel gegen den Gürzenicher FC 09 Düren auf dem Programm, auch hier erinnert sich der interessierte Anhänger gewiss noch mit einem Schmunzeln an diese lustige 1:4-Pleite im Hinspiel gegen den damaligen Tabellenletzten auf diesem noch lustigeren, als „Sportplatz“ getarnten Abenteuerspielplatz. Und wie das so ist bei Fortuna – Düren ist schon längst nicht mehr Tabellenletzter und Fortuna muss auch nicht aufs Dorf, prompt gab es einen 2:0-Sieg, nicht schön, nicht gut, aber verdient, denn Düren war wirklich schwach, im Hinspiel noch aus fünf Chancen vier Tore gemacht, gestern lautete das Verhältnis schlicht fünf zu null und damit war das Spiel entschieden, wobei ich die erste Halbzeit mit Ausnahme der ersten und letzten fünf Minuten gerne ignorieren möchte. Gott, war Fortuna schwach! Gott, war Düren noch schwächer! Da spielte ein Abstiegskandidat gegen die durchschnittlichste Mannschaft der Liga. Jawohl, die Statistik belegt es: vor der Partie war Fortuna auf Platz 9 von 18 (wir müssen uns immer einen imaginären insolventen Rheydter SV mit 0:0 Punkten und 0:0 Toren auf Platz 18 vorstellen, ich weiß, es ist schwer, aber mit ein bisschen guten Willen geht es) – und zwar in allen Belangen: Platz 9 in der Gesamttabelle, Platz 9 in der Heimtabelle, Platz 9 in der Auswärtstabelle, durchschnittlicher geht es kaum. Außer in der Zuschauertabelle, da ist man unangefochten die Nr. 1 und wird es auch bleiben, selbst wenn die restlichen drei Heimspiele unter Ausschluss der Öffentlichkeit ausgetragen werden würden.

Aber das Mittelmaß ist ja Geschichte. Vor der Minuskulisse von 2.800 Fortuna-Geschädigten (denn anders ist das wirklich nicht mehr zu erklären) knipsten Tytarchuk und Mayer die Voreifeler (Eifelaner?) in der 2. Halbzeit binnen fünf Minuten aus, leider schon in der 60. und 65. Minute, so dass der Rest dann doch wieder ziemlich langweilig wurde. Aber nur ziemlich, schließlich haben wir Tytarchuk, der an guten Tagen nicht nur einen Treffer macht, sondern auch noch drei 100%ige vergibt. Gestern war ein solcher Tag, beeindruckend besonders die Szene kurz vor Schluss, als er schön frei gespielt wurde, alleine auf den Keeper zulief, dann erst mal anhielt und verblüfft zum Schiri-Assi blickte, der ausnahmsweise mal nicht das Fähnchen gehoben hatte, und dann wieder mal die drei Gegenspieler vermisste, die er vor dem Torschuss zu umdribbeln pflegt. Er wollte dem Gegner noch eine faire Chance geben und spielte daher völlig unbedrängt vor dem Torwart einen Querpass auf den drei Meter entfernt stehenden Gegenspieler, der ihm den Ball aber unfairerweise nicht zurückgab.

Bitte entschuldigt die leichtfertige Wortwahl, diese Dinge verleiten einfach dazu. Denn ansonsten würde mir zu der Art und Weise, wie Fortuna mit ihren Torchancen umgeht, einfach nur das Wort „unglaublich“ einfallen…

Ein dickes Lob noch an den Schiri, der sich endlich mal vom Publikum positiv beeinflussen ließ: als Fregene in der 1. Halbzeit im 16er elfmeterreif gefoult wurde, schrie die halbe Tribüne: „Bitte nicht!“ und der Mann in schwarzgelb nickte verstehend und ließ weiter spielen. Dafür von mir ein herzliches Dankeschön, denn da ich es war, der am gestrigen Abend per Handy unseren Live-Ticker füttern musste, hätte ich mir den Strafstoß auch noch ansehen müssen. Und das ist bei mir momentan nicht drin.

Aber was soll’s: freuen wir uns über einen leichten Sieg trotz mäßiger Leistung gegen einen schwachen Gegner, über Mayers fünfzehnten Saisontreffer und damit die Spitze der Torjägerliste zusammen mit Ebersbach vom WSV und dem bereits erwähnten – Zitat Bernd Schuster: „Für jeden Spieler eine Strafe, mit dem Mann zusammenspielen zu müssen“ – Holger Gaismayr von Borussia Wuppertal. Und freuen wir uns über den Sprung auf Platz 7 in der Tabelle, mit nunmehr 37 Punkten und 39:42 Toren. Man sieht: der Aufstieg ist unaufhaltsam, selbst Blamagen wie in Ratingen oder in Freialdenhoven können uns noch vorwärts bringen! Der Himmel ist die Grenze!

Wobei Düren der vorletzte Abstiegskandidat war, gegen den wir spielen durften. Nächste Woche Fortuna Köln, und dann kommt es noch mal knüppeldick: Velbert und die ersten drei der Tabelle Osterfeld, Ostholland Amateure und der WSV warten noch, sowie ein kleines Intermezzo im Kölner Flughafenstadion gegen die dortige Viktoria, vorausgesetzt, die Jungs haben bis dahin noch ein Dach über dem Kopf (siehe unten), in der Oberliga muss man auf alles gefasst sein. Auch darauf, dass mir jetzt wirklich nix mehr einfällt, was die letzten Spiele der Fortuna betrifft.

Übrigens ist auch die Entscheidung über die Eröffnung eines Insolvenzverfahrens von Fortuna Köln nochmals um einen Monat nach hinten geschoben worden, Deadline ist jetzt Ende April. So sieht es momentan tatsächlich danach aus, als könnte der Wuppertaler SV seinen 8-Punkte-Vorsprung auf den Tabellen-2. halten. Aber das geht doch nicht! Daher spreche ich heute noch einige verheißungsvolle Kandidaten an, insolvenztechnisch noch ne Schippe draufzulegen: bei Viktoria Köln gibt es momentan wohl dieselben Probleme wie unlängst beim Bonner SC, nämlich dass einige Spieler aufgrund ausbleibender Gehälter die Mieten ihrer Wohnungen nicht mehr bezahlen können. Beim Bonner SC (der letzten Samstag die Kölner Viktoria übrigens glatt 6:0 wegfidelte – bestimmt das Zeichen für einige Hausmeister im Kölner Raum, schon mal die Zwangsräumung vorzubereiten) hingegen keimt wieder ein bisschen Hoffnung auf, weil einige der ausstehenden Gelder für die Spieler vom…Trainer aus dessen Privatschatulle bezahlt worden sind. Das wiederum finde ich so was von unglaublich, es gibt bestimmt eine Regel, die das verbietet! Ein Pleite-Verein, der sich über seinen Trainer finanziert! Ich hab ja schon viel gehört, aber das…Wie man sieht, ist für den WSV noch alles drin in puncto Erringung des zweiten Tabellenplatzes, denn auch gegen diese beiden Teams hat der WSV zehn Punkte geholt, die ihm bei einer Insolvenz logischerweise wieder abgezogen werden würden. Ich hab’s im letzten Artikel ja schon mal angesprochen: Operettenliga…

Dafür gibt es jetzt noch ein paar Terminverlegungen, das ARAG-Pokal-Endspiel (remember: Sieger steht in der 1. DFB-Pokal-Hauptrunde im August) bei der SSVg Velbert findet nun endgültig am 01.05.2003 statt, das auf demselben Termin gebuchte Halbfinalspiel des Kreispokals gegen BV 04 Düsseldorf ist auf den 14.05.2003 verlegt worden, und das Meisterschaftsspiel gegen die SSVg Velbert wurde, damit es nicht so langweilig wird, von der Woche vor dem Pokalendspiel kurzerhand auf den 16.04.2003 vorgezogen. Ich hoffe, ich kann euch dann alle im Stadion begrüßen, zumindest das Pokalendspiel wird sich ja wohl niemand entgehen lassen, bei der Aussicht: nach 90 Minuten und Verlängerung gibt’s Elfmeterschießen…

Und ich melde mich jetzt 1 Woche nach Ägypten ab, wo es ruhig und friedlich ist, im Gegensatz zu dem, was auf unseren Tribünen los ist, wenn ein Schiri wieder Elfer für Fortuna pfeift. Schiris: lasst es! Wir wollen das nicht mehr! Gegen eine Zerstörung des Spielflusses durch gerechtfertigte Elfmeterpfiffe, die regelmäßig ein weiterer Pflasterstein auf dem Wege zum Nervenzusammenbruch des gemeinen Fortuna-Fans sind!

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